Die Folgen des Ukraine-Konfliktes waren ein Rückschlag für den Bio-Markt. In 2022 reduzierte sich der Bio-Umsatz erstmalig (Ausnahme 2009 Weltwirtschaftskrise) um -3,5%. 2023 und 2024 konnte sich der Umsatz erholen, allerdings im Wesentlichen nur auf dem Niveau der Gesamtumsatzentwicklung im LEH. 2025 zeichnet sich ein deutlich höheres Umsatzwachstum ab, so dass die Umsatz-Entwicklung bei +10% zum Jahr 2024 liegen könnte.
Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln wird in 2025 auf alle Fälle ein neues Rekordniveau erreichen und könnte auf 18,7 Mrd. € im FC steigen.
Der Anteil von Bio könnte 2025 erstmals wieder das Vor-Ukraine Niveau erreichen bzw. sogar übertreffen (FC2025 6,9%). Damit befindet sich Bio (endlich) wieder auf dem Wachstumspfad der letzten 25 Jahre. Das politische Ziel ‚30% bis 2030‘ erscheint allerdings nicht erreichbar.
Bio wächst deutlich. Das ist auf alle Fälle erfreulich. Allerdings ist nicht zu erkennen, dass sich die Einstellungen der Konsument:innen zu mehr nachhaltigerem Konsum verbessert hätten. Wirtschaftliche Herausforderungen für die Konsument:innen und eine unsichere Zukunft dominieren die Konsument:innen-Befragungen. Bio ist damit kein Selbstläufer, sondern es bedarf weiterhin großerer Anstrengungen aller Akteure (Politik, Verbände, Hersteller und Handel), damit Nachhaltigkeit (und damit Bio) eine größere Bedeutung bei den Kaufentscheidungen haben.
Weitere Insights und Zahlen im Whitepaper Nr. 58 ‚Bio-Markt 2025 – Back on Track‘ der DHBW Heilbronn, November 2025 (36 Seiten, 26 Abbildungen). Kostenloser Download -> https://handel-dhbw.de/schriftenreihe/whitepaper/bio-markt-2025-back-on-track/