Handels

Neue Studienrichtung: BWL-Digital Commerce Management

von Daniela Wiehenbrauk
01.06.2020

Als Reaktion auf die wachsende Nachfrage nach Mitarbeitern mit digitalen Kenntnissen wurde die neue Studienrichtung BWL-Digital Commerce Management an der DHBW entwickelt. Am 1. Oktober 2020 startet die Studienrichtung an der DHBW Heilbronn.

Die Digitalisierung prägt den Handel: Die Digitalisierung hat das Nachfrageverhalten der Kunden grundlegend verändert und es entstehen durch digitale Technologien neue Geschäftsmodelle und -prozesse im Handel. Hierbei werden die Technologie- und Informatikabteilungen der Unternehmen immer häufiger zur treibenden Kraft innerhalb des Digital Commerce.

Diese Entwicklung wird insbesondere durch das Fehlen von Fach- und Führungskräften gebremst. Laut einer aktuellen bitkom-Studie (bitkom 2019, Die Digitalisierung des Handels) haben über zwei Drittel aller Handelsunternehmen große Schwierigkeiten, Mitarbeiter mit digitalen Fachkenntnissen zu finden. Die Studienrichtung BWL-Digital Commerce Management schließt diese Lücke.

Basierend auf den Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre bildet die Studienrichtung Digital Commerce Management Studierende mit sechs zentralen Qualifikationszielen aus:

Qualifikationsziele der Studienrichtung BWL-Digital Commerce Management

 

  1. Kunde: Das Management des Kundenerlebnisses steht im Fokus der Ausbildung und ist die Maßgabe für alle Prozesse und Leistungen. Hierbei stellt sich die zentrale Frage: „Welchen Mehrwert generiert das Unternehmen für die Kunden?“
  • Digitale Technologien: Damit digitale Technologien sinnvoll und nutzstiftend eingesetzt werden, ist es erforderlich, ihre Potenziale zu erkennen und die Anwendungsgebiete zu verstehen. Technologiebewertungen und Chancen-/Risiken-Analysen sind hierbei immanenter Bestandteil der Ausbildung.
    Zudem sollen mit den Informatikgrundlagen wichtige Bausteine des IT-technischen Grundverständnisses gelegt werden.
  • Daten: Daten werden als das Öl des digitalen Zeitalters bezeichnet. Damit Daten Unternehmenswert stiften können, müssen diese wohl strukturiert, sicher gespeichert und zielgruppenadäquat aufbereitet werden. Die Generierung von Daten, sowie deren Aufbereitung und Interpretation stellen zentrale Ausbildungsinhalte der Studienrichtung dar.
  • Prozesse: Digitalisierung schafft nur dann einen nachhaltigen Nutzen, wenn Wertschöpfungs-, Unterstützungs- oder Informationsprozesse IT-technisch abgebildet und automatisiert werden. Daher ist im Curriculum der Kompetenzerwerb im Geschäftsprozessmanagement verankert, der es ermöglicht, dass die Absolventinnen und Absolventen Potenziale zur Digitalisierung erkennen und ausschöpfen können.
  • Geschäftsmodelle: Einhergehend mit der Digitalisierung von Wertschöpfungsketten und Geschäftsprozessen können auf Basis von Geschäftsmodellen neue Strategien und Geschäftsideen entwickelt und bestehende Strukturen überprüft werden. Die Absolventinnen und Absolventen der Studienrichtung werden hierfür notwendige Kompetenzfelder mit auf den Weg gegeben.
  • Managementmethoden: Professionalität im Managementprozess – von der Analyse über die Planung bis zur Umsetzung und Kontrolle – entsteht vor allem durch die Anwendung gesicherter und etablierter Methoden aus Wissenschaft und Praxis. Die Studienrichtung beinhaltet nicht nur wichtige Werkzeuge zur Aneignung von Fachkompetenzen, sondern auch solche Instrumente, welche die Zusammenarbeit optimieren, den strategischen Wandel begleiten und die Flexibilität des Unternehmens sicherstellen.

Das neue Studienangebot startet am 1.10.2020 an der DHBW Heilbronn. Weitere Informationen sind unter: https://www.heilbronn.dhbw.de/duale-partner/studienangebot/digital-commerce-management.html

Über die Autoren

Prof. Dr. Daniela Wiehenbrauk
Studiengangsleiterin bei | + posts

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