Innovation

Produktverfügbarkeiten mit digitalem Tool überwachen

Bei den diesjährigen Retail Innovation Days hat die DHBW Heilbronn in Kooperation mit dem Handelsverband Baden-Württemberg zum ersten Mal die Retail Innovation Awards verliehen. Aus über 80 Innovationen haben zwölf Handelsexperten aus Theorie und Praxis 15 Innovationen für die Awards nominiert. Aus diesen haben die Teilnehmer der Retail Innovation Days die Preisträger gewählt. Unter den Innovationen befand sich unter anderem PRVZ EYE von Modern Expo. Das Tool erkennt mit Hilfe von Kameras Verfügbarkeiten im Regal (OSA) und benachrichtigt das Personal dementsprechend bei Nichtverfügbarkeit.

Eine der Schlüsselkennzahlen für die Effizienz einer Filiale ist der durchschnittliche Umsatz pro Bon. Diese Kennzahl wird maßgeblich durch die Warenverfügbarkeit im Regal beeinflusst. Die für die Regalbestückung zuständigen Mitarbeiter arbeiten möglicherweise nicht effizient. Wenn das Produkt nicht im Regal steht, kaufen 39 % der Kunden es bei einem anderen Einzelhändler. Gleichzeitig befinden sich 25 % der Produkte, die nicht im Regal stehen, im Lager des Geschäfts. In den meisten Fällen gibt es keine geeigneten automatisierten und einfach zu bedienenden Tools, die die Produktverfügbarkeit (On-Shelf-Availability – OSA) überwachen und kontrollieren können. Dies wird in teilweise großen Zeitabständen von den Mitarbeitern erledigt.
Das führt zu Verzögerungen bei der Problemerkennung und -lösung. Diese Probleme treten in regelmäßigen Abständen auf. Es gibt zwei Möglichkeiten, mit den bestehenden Herausforderungen der OSA umzugehen: 1. mehr Mitarbeiter zur Kontrolle der Regalbediengeräte; 2. ein kostengünstiges automatisiertes Tool, das die Probleme kontrolliert und bekämpft, sobald sie auftreten.

Lösung

Das Produkt PRVZ EYE wurde entwickelt, um Einzelhändlern ein automatisiertes, einfach zu bedienendes Tool zur Verfügung zu stellen, das die Produktverfügbarkeit erhöht und damit die Kundenbindung und den Gewinn der Einzelhändler verbessert. Dies geschieht durch die Lösung des Out-of-Shelf-Problems für umsatz- und margenstarke Produktkategorien. PRVZ EYE umfasst eine leistungsstarke KI-Software, die Fotos analysiert, die von vorhandenen IP-Kameras im Geschäft oder von einer autonomen, batteriebetriebenen PRVZ-Minikamera aufgenommen werden. Der Prozess ist einfach: Die Kamera macht alle 30 Minuten ein Foto und sendet es an den Cloud-Dienst. Dort wird das Foto analysiert und mit der vorgegebenen idealen Situation verglichen. Wird eine Regallücke festgestellt, sendet das System eine Nachricht an den zuständigen Mitarbeiter. Die konsolidierten Daten der Regallücken werden auf einem Dashboard angezeigt. PRVZ EYE besteht aus vier verschiedenen Tools:
1. SaaS-Cloud-Service mit der Out-of-Shelf-Erkennungs-Engine
2. Messenger, über den Benachrichtigungen über Regallücken verschickt werden
3. Dashboard, das das Produktverfügbarkeitsniveau im Vergleich von Filiale zu Filiale, Zeit zu Zeit und Kategorie zu Kategorie anzeigt
4. Gut dokumentierte APIs für einfache Kamera-/ Fotoquellenintegration, Benachrichtigungen und Rohdatenstatistiken.
Dies ermöglicht eine einfache und schnelle Integration der PRVZ EYE-Tools, ohne dass interne Softwarelösungen, zusätzliche Kosten und lange Softwareentwicklungszeiten erforderlich machen. PRVZ EYE hat seine Effizienz während der Pilotprojekte und der Einführung bei ukrainischen Filialisten bewiesen und wird derzeit auf den EU-Markt ausgeweitet.

Weitere Informationen finde Sie in unserem Retail Innovation Report

Livestreams aus dem Stall

Bei den diesjährigen Retail Innovation Days hat die DHBW Heilbronn in Kooperation mit dem Handelsverband Baden-Württemberg zum ersten Mal die Retail Innovation Awards verliehen. Aus über 80 Innovationen haben zwölf Handelsexperten aus Theorie und Praxis 15 Innovationen für die Awards nominiert. Aus diesen haben die Teilnehmer der Retail Innovation Days die Preisträger gewählt. Unter den Innovationen befand sich unter anderem Tierwohl.tv von der Online Software AG. Das Unternehmen überträgt Livestreams aus dem Stall direkt auf einen Bildschirm im Supermarkt, ergänzt um Zusatzinformationen zu angebotenen tierischen Erzeugnissen und Hintergrundinformationen als Grafik, Google-Maps-Darstellung und Video. Gezeigt werden  Innen- und Außenbereiche sowie Weiden von Tieren, deren Fleisch, Milch und Eier im Markt verkauft werden. Tierwohl.tv streamt auf Basis einer speziell entwickelten, gesicherte Streaming- und Content-Technologie mit Bildanalysen in Echtzeit („Schwarzbilderkennung“) zur direkten Reaktion auf Bildinhalte.

Problem

Im Vordergrund steht die Schaffung von vollständiger Transparenz der Haltungsformen direkt am Regal, dem Ort der Kaufentscheidung. Ich sehe, was ich kaufe! Tierschutz- und Fleischskandale sowie der Dschungel von Marken und Siegeln haben das Verbrauchervertrauen erschüttert. Regionale agierende Händler und engagierte Landwirte haben es schwer, die Preise für verantwortungsvolle Produkte zu begründen. Händler, Landwirte und der Verbraucher (Gesellschaft) profitieren gleichermaßen von tierwohl.tv. Transparenz führt zur Steigerung der Nachfrage nachhaltiger Produkte und gleichzeitig zum Ausbau tiergerechter (Tierwohl) Haltungsbedingungen. Die letzten Forsa-Studien haben gezeigt, dass viele Verbraucher bereit sind, mehr Geld für regionale Produkte und gute Haltung (Bio) zu zahlen. Können die Verbraucher aber nicht darauf vertrauen, dass die Aussagen auf den Verpackungen stimmen, schwindet die Bereitschaft und der frustrierte Kunde kauft die billigeren Alternativen. Werden seine (höherpreisigen) Produkte nicht gekauft, kann der Landwirt die Investitionen in den Tierschutz und die bessere Haltung nicht mehr bezahlen. Die Betriebe mit herkömmlicher Massentierhaltung setzen sich durch. Ein Rückgang der artgerechten Haltung ist zu erwarten. Lebensmittelhändler versuchen, mit einer Vielzahl von Prüfsiegeln Vertrauen aufzubauen, und kommunizieren die Zusammenarbeit mit regionalen Landwirten bestmöglich. Aber die Verbraucher bleiben skeptisch. Die Kombination aus einem Lieferanten aus der Region, an dessen Hof man vorbeifahren kann, und dem direkten Live-Einblick in den Stall mit tierwohl.tv – der nicht selbstverständlich ist – überzeugt die Verbraucher. Die Möglichkeit „zu tricksen“ wird in den Augen der Verbraucher auf ein Minimum reduziert. Das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Aussagen zu den Haltungsbedingungen steigt basierend auf der hohen Transparenz. Zugleich wird mit den Zusatzinformationen ein Verständnis seitens der Verbraucher für die höheren Preise aufgebaut.

Lösung

Tierwohl.tv ist nicht nur reines Livestreaming. Hier wurde ein skalierbares Konzept geschaffen, in welchem zusätzlich zum gezeigten Livestream ergänzende Informationen zu einem unterhaltsamen, informativen visuellen Programm am Point of Sale zusammengestellt werden können. Und das ganz individuell für jeden Händler in dessen Corporate Design und mehreren Livestreams, die in einer Playlist gezeigt werden. Tierwohl.tv bringt alle für die Lösung notwendigen Unternehmen: Technologiepartner, Händler und Landwirte zusammen und schafft damit das Netzwerke, das für eine hohe Verbreitung notwendig ist. Der Bildschirm an der Rückwand der Fleisch- & Wursttheke ist ein perfekter Platz. Hier haben die Kunden während des Wartens Zeit, die Informationen aufzunehmen, und freuen sich über die Unterhaltung, die das Warten kurzweilig macht. Ein Bildschirm zwischen den Molkereiprodukten, der in den Stall der Milchkühe streamt, deren Milchprodukte verkauft werden, führt zu hoher Transparenz und Kaufimpulsen. Ein am Eierregal angebrachter Bildschirm, der von der Weide der Legehennen Livebilder sendet, zieht auch die Blicke der Einkäufer von morgen auf sich, die schon heute den Einkaufskorb der Eltern mitbestimmen. Tierwohl.tv ist nach ersten Testinstallationen seit Mitte 2021 flächendeckend auf dem deutschen Markt. Seit Anfang 2022 ist tierwohl.tv in Österreich aktiv. Die Installation (Kamera, Stream, Bildschirm) basiert auf Standardkomponenten, die vor Ort beziehbar und durch lokale Dienstleister (Elektriker) installierbar sind. Sie umfasst seitens des Landwirts Webcam(s) pro Stall und einen Internetanschluss (speziell, verhandelter Datenfunk-Vertrag der Deutschen TELEKOM möglich). Inkl. Installationskosten betragen aktuell ca. 2000,- Euro/ Landwirt. Aufseiten des Handels ist die Investition in Displays am Regal (mit Internetanschluss) notwendig. Es können auch bestehende Displays verwendet werden. Ein Upstream (Landwirt) kostet monatlich 49,- Euro an die tierwohl.tv-Plattform, ein Downstream (Handel) 10,- Euro/Display/Stream/Monat. In einigen Bundesländern lassen sich die Installationen über „Digitalisierung der Landwirtschaft“ Initiativen fördern. Erste tierwohl.tv-Studien der Universität Kassel haben gezeigt, dass sowohl Händler, Verbraucher als auch der Landwirt positive Effekte erfahren. Die durch tierwohl.tv geschaffene Transparenz führt zu höheren Umsätzen der gezeigten Produkte (Bsp.: REWE Budnik, 2022, Umsatzsteigerung von über 16 % beim tierwohl.tv-Schweinefleisch gg. Vorperiode) und höherem Verbrauchervertrauen. Aktuell laufen Studien der FOM Hochschule Münster zu Akzeptanz von bewegten (Live-)Bildern allgemein am POS.

Weitere Informationen finde Sie in unserem Retail Innovation Report

Filialen und Online-Verkaufskanäle in Echtzeit verknüpfen

Bei den diesjährigen Retail Innovation Days hat die DHBW Heilbronn in Kooperation mit dem Handelsverband Baden-Württemberg zum ersten Mal die Retail Innovation Awards verliehen. Aus über 80 Innovationen haben zwölf Handelsexperten aus Theorie und Praxis 15 Innovationen für die Awards nominiert. Aus diesen haben die Teilnehmer der Retail Innovation Days die Preisträger gewählt. Unter den Innovationen befand sich unter anderem Sitoo POS and Platform von Sitoo. Sitoo ist eine mobile Cloud-native-POS- und Unified-Commerce-Plattform für Mode- und Lifestyle-Einzelhändler. Die Lösung ermöglicht es Einzelhändlern, alle Filialen und Online-Verkaufskanäle in Echtzeit zu verknüpfen. Sitoo POS bietet Mitarbeitern im Laden an mobilen Geräten Zugriff auf kanalübergreifende Kunden- und Bestandsdaten. Auch Kundentransaktionen können damit durchgeführt werden.

Problem

Die Auswahl und Bequemlichkeit waren beim Einkauf für Verbraucher schon immer wichtig. An diesen Wünschen orientiert sich Unified Commerce. Darüber hinaus unterstützt die Lösung Einzelhändler dabei, Prozesse schlanker und effizienter zu machen, indem sie alle Backend- und Frontend-Systeme in Echtzeit miteinander verbindet. Alle relevanten Informationen werden in Echtzeit an allen Kundenkontaktpunkten (Customer Touchpoints) verfügbar. Die Kunden erwarten heute, dass jede Interaktion leicht, einfach und mühelos ist. Wenn das nicht der Fall ist, wenden sie sich ab und decken ihren Bedarf woanders. Angesichts des Booms von E-Commerce und mobilen Technologien im letzten Jahrzehnt ist die Bereitstellung eines nahtlosen Omnichannel-Kundenerlebnisses über alle Berührungspunkte und Kundeninteraktionen hinweg ein entscheidender Erfolgsfaktor des Einzelhandels, den viele Händler noch immer nicht erfolgreich nutzen. Die Kunden sehen eine Marke unabhängig vom Verkaufskanal als eine Einheit und sie erwarten, dass das Markenversprechen unabhängig vom Verkaufskanal eingehalten wird. Ein Omnichannel-Ansatz, bei dem alle Kanäle miteinander verbunden sind (vorzugsweise in Echtzeit), ist die einzige Möglichkeit, dieses Versprechen zu erfüllen.

Lösung

Die Sitoo-Unified-Commerce-Plattform bietet eine Echtzeitverknüpfung aller Handelssysteme (u. a. CRM, ERP, OMS, Empfehlungen, Produktdatenbank). Auch alle Verkaufskanäle (z. B. Läden, E-Commerce, Marktplätze, soziale Kanäle etc.) lassen sich verknüpfen. Auf diese Weise ermöglicht Sitoo: einheitliche Kaufprozesse, kanalübergreifende Einkaufsprozesse, Omnichannel-Fulfillment-Prozesse, kanalübergreifende Rückgabeprozesse, einheitliche Bestellinformationen, einheitliche Zahlungsabwicklung, Omnichannel-Geschenkkarten, übergreifende Bestandstransparenz, kanalübergreifende Bestandsverfügbarkeit, einheitliche Produktinformationen und Bilder, einheitliche benutzerdefinierte Attribute, einheitliche Preise einschließlich der
Handhabung von Steuern, einheitliche Kampagnen, einheitliche 360°-Kundendaten, einheitliche Benutzer- und Berechtigungsverwaltung, einheitliche Kassenverwaltung, In-Store-Inventarverwaltungsfunktionen wie Bestandsaufnahme, Empfang von Sendungen, Versand von Sendungen usw., In-Store-Abwicklung von Omnichannel-Bestellungen, einheitliche Lieferungen, lokale und kanalübergreifende Produktsuche, Produktsuche mit Anbindung an externe Produktdatenbanken, Upsell-Funktionalität, digitale Quittungen, vereinheitlichte Serviceaufträge, einheitliche Kundenbenachrichtigungen, automatisierte Tagesabschlussberichte, Funktionen zum Personalmanagement, Dashboards mit KPIs, die auf allen Daten einer Filiale basieren, wie z. B. lokale Transaktionsdaten, Omnichannel-Bestellungen, Besucherzahlen, Loyalitätsdaten sowie aktuellen und historischen Budgetdaten. 

Anders Ammilon, ehemaliger Business Process & IT Development Manager bei Skandinaviens größter Schuhkette, Nilson Shoes, fasst zusammen: „Seitdem es weniger Menschen in den Geschäften gibt, ist es für uns wichtiger denn je, die Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen. Sitoo lässt sich nahtlos in unsere CRM-Lösung Voyado integrieren, was es unseren Mitarbeitern leicht macht, unseren Kunden einen persönlicheren Service zu bieten. Außerdem lässt sich Sitoo in Episerver, unsere E-Commerce-Plattform, integrieren, sodass Online-Bestellungen in unseren Geschäften abgeholt und zurückgegeben werden können.“ 

Michael Jarestad, Chief Digital Officer bei der Modekette Gina Tricot, fügt hinzu: „Für uns ist es wichtig, dass wir dem Kunden seine Wünsche zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit dem richtigen Angebot erfüllen können. Es ist wichtig, einheitliche Daten zu haben, die zum Beispiel personalisierte Kampagnen auslösen können. Es ist fantastisch, dass unsere Mitarbeiter personalisierte Angebote in Sitoo sehen können.“

Weitere Informationen finde Sie in unserem Retail Innovation Report

Der digitale Sommelier – passender Wein durch Deep-Learning-Algorithmus

Bei den diesjährigen Retail Innovation Days hat die DHBW Heilbronn in Kooperation mit dem Handelsverband Baden-Württemberg zum ersten Mal die Retail Innovation Awards verliehen. Aus über 80 Innovationen haben zwölf Handelsexperten aus Theorie und Praxis 15 Innovationen für die Awards nominiert. Aus diesen haben die Teilnehmer der Retail Innovation Days die Preisträger gewählt. Unter den Innovationen befand sich unter anderem der  TailorWine – der Digitale Sommelier von TailorWine GmbH. Kunden ermitteln mit Hilfe eines spielerischen Quiz in nur 60 Sekunden ihr Geschmacksprofil. Die Berechnung des passenden Weins erfolgt mittels eines Deep-Learning-Algorithmus.

Problem

Persönlicher Service – komplexes Fachwissen verpackt in einem einzigartigen Quiz. Geschmacksbezogene & persönliche Beratung in nur 60 Sekunden. Mehr Umsatz – Willi Wein weiß, was wirklich schmeckt. Personalisierte Produktempfehlungen steigern den Umsatz. Maximale Qualität – von Gastro-Experten & Tech-Profis entwickelt. Qualität fundiert – einfach integriert. Im Supermarkt vor dem Riesenweinregal erscheint die Auswahl fast unmöglich. Beim Restaurantbesuch den passenden Wein zu finden, ist oft nur mit komplexem Vorwissen machbar. Wo fängt man bei all der Auswahl an, wenn man einen Wein als Geschenk mitbringen soll? Die Einsatzorte sind die Gastronomie, der E-Commerce & der LEH. Im Supermarkt in 60 Sekunden zum passenden Wein, ganz ohne Fachberatung oder Vorkenntnisse. Sie können sich bestimmt vorstellen, dass sich aus den Daten viele relevante Informationen sammeln lassen. Qualifizierte Mitarbeiter zu finden ist generell ein Problem. Für einen Lebensmittelhandel mit Weinabteilung, einen Mitarbeiter zu finden, der auch noch Sommelier-Kenntnisse hat, das ist fast unmöglich. Aber gerade die Beratung und damit auch die Umsätze zu steigern liegt jedem Einzelhändler am Herzen. TailorWine unterstützt: Digitale Sommelier-Funktion (verkaufsfördernde Argumente inklusive), Schulung während des Verkaufens, Bestandsplanung und höhere Planungssicherheit durch personenbezogenes Absatz-Tracking. Kompliziertes Wissen durch TailorWine vereinfacht und zuverlässig dargestellt. Bei der B2C-„Gastrotainment-Solution“ nutzt der Gast das TailorWine-Tool als Self-Order-Variante auf Tablets im Restaurant oder auf seinem Smartphone. Er wird in seinem persönlichen Geschmacksprofil spielerisch kategorisiert und der komplette Bestellvorgang, inkl. perfekter Weinempfehlung wird digital abgewickelt. Bei der Up-Selling Service Solution nutzt das Servicepersonal das TailorWine-Tool während des Bestellvorganges. Jede beliebige Servicekraft wird dadurch zu einem*r TOP-Verkäufer*in.

Lösung

Neues Tool soll Supermarkt-Kunden digital beraten – erster Einsatz bei Edeka Stiegler im August. Das Go-Live erfolgte am 8. August bei Edeka Stiegler in Frankenthal und Speyer. In der Gastronomie erfolgte im April der erste Einsatz in Bremen auf der Osterwiese/Volksfest. Zum 1. September starten weitere Restaurants. Die Idee: Der Kunde kommt in den Supermarkt und nutzt das webbasierte Programm auf seinem Smartphone oder an einem digitalen Touchscreen im Markt. Dies kann anonym oder personalisiert erfolgen. Basierend auf einer Datenbank mit aktuell rund 30 000 gelisteten Weinen werden dem Kunden spezifische Produkte aus dem Sortiment des jeweiligen Supermarktes empfohlen – und er wird via 2D-Map direkt zum richtigen Regalplatz navigiert. Optional kann der Marktbetreiber digitale Etiketten einsetzen, die zusätzlich aufleuchten und den gesuchten Wein anzeigen. Insgesamt werden in diesem Jahr 20 Märkte mit der Software ausgestattet. Denkbar ist auch, die Applikation an die jeweilige CI des Unternehmens anzupassen und zusätzliche Markt-spezifische Produkte oder In-App-Angebote zu integrieren. Die Userdaten, die so gesammelt werden, haben für die Märkte den Zusatznutzen, ihre Sortimente noch gezielter an die Kundenwünsche anzupassen. Und auch für die generelle Marktforschung können die Daten wertvolle Ergebnisse liefern. Man sei bereits in Kooperation mit einem großen Meinungsforschungsinstitut, um die weitere Verwertung des Datenmaterials zu überlegen. So ließen sich beispielsweise regionale Geschmacksprofile herausfiltern, die wiederum für gezieltere Produktplatzierungen hilfreich sein könnten. Unser digitaler KI-Sommelier „Willy Wein“ bietet die passgenaue Produktempfehlung und sorgt für Up-Selling am Gast.

Weitere Informationen finde Sie in unserem Retail Innovation Report

KI-basierte Prozessoptimierung

Bei den diesjährigen Retail Innovation Days hat die DHBW Heilbronn in Kooperation mit dem Handelsverband Baden-Württemberg zum ersten Mal die Retail Innovation Awards verliehen. Aus über 80 Innovationen haben zwölf Handelsexperten aus Theorie und Praxis 15 Innovationen für die Awards nominiert. Aus diesen haben die Teilnehmer der Retail Innovation Days die Preisträger gewählt. Unter den Innovationen befand sich unter anderem das Westphalia DataLab. Auf der Grundlage von Vorhersagen zu Wareneingangs- und Warenausgangsmengen in der Handelslogistik wird die Personalplanung zielgerichtet optimiert. Die KI-basierte Verbesserung der Vorhersagequalität erfolgt unter Verwendung historischer Daten.

Problem

Hohe Volatilität im Kunden- und Lieferantenverhalten sorgt in der passgenauen Planung von Personalressourcen entlang der gesamten Supply Chain vermehrt für Herausforderungen, speziell im
Geschäft mit Handelswaren und der E-Commerce-Logistik. Erhöhte Unsicherheit entsteht weiterhin durch multiple Lieferwege (Luft, Schiff, Straße, Schiene) sowie eine hohe Bandbreite an Herkunftsländern und Lieferanten. Logistikbetreiber mit Verantwortung von der Transportsteuerung bis hin zum Betrieb von Warenverteilzentren erhalten durch die Lieferanten entsprechend  vermehrt sehr breite Angaben zu Lieferspannen. Fehlende Planbarkeit birgt die Notwendigkeit, stetig eine hohe Anzahl an Personal vorzuhalten, um dem Risiko der Versorgungsunsicherheit in der Belieferung entgegenzuwirken. Das Ergebnis sind hohe und grundsätzlich vermeidbare Kosten. Bisherige Planungsansätze basierten auf manueller Expertenerfahrung, waren dementsprechend zeitaufwendig und konnten die hohe Komplexität kaum abbilden.

Lösung

Eine effiziente Problemlösung für Fashion-Retailer bietet der Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf Basis der eigenen historischen Daten. Über das bereitgestellte Tool können Prognosen per Knopfdruck angefertigt und optimal in den Arbeitsalltag einbezogen werden. Dies sorgt für hohe Planungsgenauigkeit bei reduziertem manuellem Aufwand. Die Nutzung von automatisierten, Machine-Learning-basierten Vorhersagen bietet sich unter anderem in der Personaleinsatz-, Lieferanten- und Lagerplanung an. Im Zuge dieser Umsetzung werden Prognosen von Bestellungen und Rückläufern im Online-Handel betrachtet. Die Innovation wird bereits über einen längeren Zeitraum erfolgreich angewendet. Dabei hängt die Implementierung der Innovation insbesondere von der Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Daten und der individuellen Prozesskomplexität ab. Eine durchschnittliche Projektlaufzeit beträgt zwischen 3 und 6 Monaten. Als Ergebnis bringt der Einsatz der Innovation Planungs- und Versorgungssicherheit sowie eine erhebliche Kostenreduktion und deutliche Erleichterung in der Kapazitätsplanung

Weitere Innovationen finden Sie in unserem Retail Innovation Report

Transformation durch Innovation

Die Veränderung des stationären Handels durch digitale Einflüsse

Bei den diesjährigen Retail Innovation Days hat die DHBW Heilbronn in Kooperation mit dem Handelsverband Baden-Württemberg zum ersten Mal die Retail Innovation Awards verliehen. Aus über 80 Innovationen haben zwölf Handelsexperten aus Theorie und Praxis 15 Innovationen für die Awards nominiert. Aus diesen haben die Teilnehmer der Retail Innovation Days die Preisträger gewählt. Auch in Bezug auf digitale Touchpoints im Laden tut sich einiges. Zum einen werden die Screens immer größer und beeindruckender und zum anderen hat die Coronapandemie dazu beigetragen, dass neue innovative Bedienungsformen entwickelt wurden. Teil dieser Entwicklung sind Bütema und Ameria. 

Problem

LDer deutsche Retail leidet seit Jahren unter Rückgang seiner Kunden. Nicht nur ist es für viele bequemer, Erledigungen online zu tätigen, es fehlen
auch die Anreize, in ein physisches Geschäft zu gehen. Doch der Retail kann mit Services überzeugen, die ein Online-Shop nicht bieten kann – zum Beispiel das haptische Erlebnis, die professionelle Beratung, die Inspiration einer ‚realen‘ Verkaufsfläche und die stimmige Präsentation der Waren. 

Jedoch besteht im Handel vielfach nur eine schwache Verknüpfung zwischen der Online- und Offline-Welt. Insbesondere im Stationärhandel fehlen vielerorts Ansätze zur Nutzung und Verknüpfung von Online-Tools und Informationen. Das gilt zum Beispiel für Kundenbewertungen, Produktinformationen, Online-Beratung, Regalverlängerung über den Online-Shop. Um diese Dienste und Informationen online verfügbar zu machen, braucht es Kundeninteraktionspunkte in Form von Bildschirmen, mit denen interagiert werden kann. Dabei besteht eine besondere Herausforderung darin, dass die Interaktion aus hygienischen Gründen berührungslos erfolgen muss.

Unternehmen wie Ameria und Bütema widmen sich dem Problem und finden jedes für sich Lösungsansätze die im Folgenden genauer erläutert werden.

Lösung

Ameria

Diesen Herausforderungen stellt sich Ameria. Das Unternehmen bietet neben einer Vielzahl unterschiedlicher interaktiver Digital-Signage-Lösungen einen „Digital Promoter“ an.
Dabei handelt es sich um einen 2,15 m hohen Screen, auf dem Inhalte gezeigt werden können durch die berührungslos per Gestensteuerung navigiert werden kann. Um die Aufmerksamkeit zu erhalten, kann das System auf Passanten reagieren. Passend zu der Hardware bietet Ameria auch Softwarelösungen, über die die Geräte mit bestehenden Systemen und Datenbanken verknüpft werden können. Die Lösungen von Ameria bringen Online-Inhalte in den öffentlichen Raum. So können beispielsweise Guided Selling-Prozesse, Bestands- und Preisabfragen, Produktinformationen und -bewertungen im Laden verfügbar gemacht werden. Kunden haben so die Möglichkeit, sich selbstständig und ohne Kontakt zum Verkaufspersonal zu informieren. Auch Bestellungen sind möglich. Dabei blättert der Kunde per Wischgeste durch das Sortiment. Zu jedem Produkt wird ein QR-Code angezeigt. Scannt der Kunde den Code mit seinem Smartphone, gelangt er direkt zu einer Bestellseite, auf der er das Produkt kaufen kann. Die Kundeninteraktionen können mit Hilfe der Lösungen von Ameria systematisch und datenschutzkonform ausgewertet werden.

Bütema

Warum ist die Problemlösung innovativ und neuartig? Die Innovation liegt in der intelligenten Verknüpfung und Steuerung der Inhalte: über das Digital Signage Backend kann Content nach feingranularen Kriterien gesteuert werden. Z. B.: – Es werden nur Artikel angezeigt, die (in dieser Filiale) auch vorhanden sind. – Es können Redaktionspläne/Promotion für Wochen im Voraus geplant werden. – Videos können pro Bildschirm/pro Etage/pro Haus/pro Funktion/etc. einzeln angesteuert werden. – Interaktive Lösungen können vom Kunden selbst ganz einfach in unserer Software gebaut werden. – Welche Anwendungsbeispiele gibt es? – Hunderte Digital Signage Screens werden in verschiedenen Formaten in allen Häusern installiert.

– In Kassel steht der RegioPoint: ein Touchscreen, über den die Kunden sich über regionale Produkte und Erzeuger informieren können. 

– In Frankfurt ist ein Smartwatch-Berater installiert, der hilft, die passende Smartwatch zu finden. 

– Preischecker sind mit einem Barcodescanner ausgestattet, mit dem Kunden die Etiketten der Produkte scannen und weitere Informationen erhalten können.

– Digitale Wegweiser können auf 2 Arten und in verschiedenen Sprachen angezeigt werden: per Antippen, oder per Scan eines QR-Codes. 

Letzteres ermöglicht nicht nur die Sprachauswahl, sondern auch, dass der Wegweiser einfach auf dem Handy des Kunden ‚mitgenommen‘ werden kann. – Wird die Innovation schon angewendet? Ja, die Innovationen sind bereits in den GALERIA-Häusern in Frankfurt/Main, Kassel und Kleve zu sehen. Weitere Häuser werden aktuell ausgestattet. Wie aufwendig ist die Implementierung der Innovation? Ist das Warenwirtschaftssystem des Kunden einmal mit unserer Software verknüpft, ist der aufwendigste Part bereits getan. Dies war im Falle von GALERIA bereits geschehen. Da wir ein eigenes Serviceteam haben, können Installationen wie diese kurzfristig und flexibel erfolgen. Auch die Anbindung neuer Bildschirme in unser DS-System erfolgt ohne großen Aufwand. Was bringt die Innovation? RegioPoint, SmartwatchBerater dienen dazu, dass die Kunden sich intensiver über Produkte informieren können und die Angebote von GALERIA in den Fokus gerückt werden. Up-Selling, Service und Kundenbindung stehen hier im Vordergrund. Der Preischecker und die Digitalen Wegweiser sind ebenfalls Services für die Kunden und Digital-Signage-Bildschirme ersetzen gedruckte Plakate. Sie senken somit nicht nur (Druck)-Kosten, sondern bedeuten auch eine Zeitersparnis (Austausch). Die Produktion und Einbindung von digitalen Inhalten sind ebenfalls umweltverträglicher als der Druck von Plakaten. Eine zusätzliche Einnahmequelle für die Einzelhändler ist das Vermarkten der Werbeflächen an Marken.

Weitere Innovationen finden Sie in unserem Retail Innovation Report

Mitarbeiter-Apps erleichtern interne Kommunikation

Bei den diesjährigen Retail Innovation Days hat die DHBW Heilbronn in Kooperation mit dem Handelsverband Baden-Württemberg zum ersten Mal die Retail Innovation Awards verliehen. Aus über 80 Innovationen haben zwölf Handelsexperten aus Theorie und Praxis 15 Innovationen für die Awards nominiert. Aus diesen haben die Teilnehmer der Retail Innovation Days die Preisträger gewählt. Unter den Innovationen befanden sich unter anderem die Flip App und TakeTask. Beide Unternehmen setzen sich mit mobilen Lösungen für die interne Kommuniktation sowie die Optimierung von Prozessen auseinander. Flip App von Flip GmbH ist eine Mitarbeiter-App für die interne Kommunikation, die sich auf operative Mitarbeitende ohne Schreibtisch-Arbeitsplatz fokussiert. Hingegen realisiert TakeTask von HeBe, Shell, Natura, Duży Ben eine NO-CODE-Plattform zur Automatisierung der Aufgabenverteilung. Mitarbeiter erhalten hierbei  priorisierte Aufgaben mit klaren Richtlinien in einer mobilen Anwendung. Durch die Optimierung der Prozesse steigert TakeTask die Effizienz und Genauigkeit der Arbeit und verbessert die Kommunikation.

Problem

Im Einzelhandel fühlen sich Beschäftigte an der Kasse oder auf der Verkaufsfläche häufig nicht gut informiert. Wichtige Informationen werden zu spät an das Personal auf der Fläche weitergeleitet. Eine gestaffelte interne Kommunikation führt zu einem Ungleichgewicht innerhalb der Belegschaft. Mitarbeitende, die später oder gar nicht informiert werden, können sich schnell vernachlässigt und demotiviert fühlen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und des War for Talents ist es wichtig, Mitarbeitende zu halten und attraktiv für Bewerber zu wirken. Auf der anderen Seite führt der unterbrochene Informationsfluss auch dazu, dass wichtige Informationen oder Innovationsvorschläge aus der Belegschaft nicht an das Management gelangen können. Wenn es Möglichkeiten gibt, sind diese meist enorm zeitintensiv und werden daher oft nicht umgesetzt. Bisher wird entweder auf nicht datenschutzkonforme, private Messenger zur Information der operativen Mitarbeiter zurückgegriffen oder auf veraltete Medien wie z. B. das schwarze Brett. Eine weitere Problematik besteht darin, dass große Einzelhandelsunternehmen tendieren dazu, Prozesse genau zu definieren. Die Mitarbeiter wissen so unabhängig von ihrer Erfahrung, wie Aufgaben erledigt werden müssen. Kleinere Unternehmen haben dagegen oft keine klar definierten Prozesse. Häufig werden diese nur auf Papier festgehalten. Prozessbeschreibungen sind nicht an einer einheitlichen Stelle abgelegt und es gibt keine Vorgaben zur Priorisierung von Aufgaben. Aufgaben werden deshalb oft nicht in der optimalen Reihenfolge durchgeführt. Auch fehlt es häufig an Feedback, das den Mitarbeitern hilft, sich zu verbessern.

Flip App

Die Mitarbeiter-App von Flip ermöglicht es ihnen, alle Mitarbeitenden zu erreichen, und schafft ebenfalls Platz für die Kommunikation untereinander – sowohl top-down als auch bottom-up. Die BYOD-Lösung (Bring-Your-Own-Device) füllt somit die Informationslücken und passt sich außerdem nahtlos an die internen Strukturen an. Die Flip-App ermöglicht die gleichzeitige und gleichwertige Information aller Beschäftigten, unabhängig von Dienstschicht und Beschäftigungsart sowie über mehrere Märkte und Filialen hinweg. Mit Flip erreicht man alle Kolleginnen und Kollegen aus der gesamten Belegschaft effizient mit nur zwei Klicks. Die App erhöht nachweislich die Mitarbeiterbindung, reduziert die Fluktuation und führt zu einer besseren Integration aller Voll- und Teilzeit-Beschäftigten. Flip ermöglicht darüber hinaus noch eine automatische Übersetzung der Beiträge, somit gehören Sprachbarrieren der Vergangenheit an. Mitarbeitende haben die Möglichkeit, öffentlich in Beiträgen oder Gruppenchats zu kommunizieren oder privat in 1:1-Chats. Über 200 Kunden profitieren bereits von der Bring-Your-Own-Device-Lösung, darunter REWE, EDEKA, toom oder Rossmann. Unser Kunde EUROPART integrierte ein Innovations- und Ideenmanagement in die App. Hiervon wurden bereits 150 Vorschläge aus der Belegschaft erfolgreich umgesetzt. Flip bietet keinen Mehraufwand für die IT-Abteilung und ist schnell und sicher aufgesetzt dank unkompliziertem Set-up und DSGVO-konformem Hosting in Deutschland. Für die Anmeldung benötigen User keine E-Mail-Adresse. Flip dient der Produktivitätssteigerung und Zeiteinsparung bei der Suche nach Informationen. Außerdem wird die Mitarbeiterbindung gestärkt und somit werden die Fluktuationsrate und damit verbundene Kosten gesenkt.

TakeTask

Das TakeTask-System ermöglicht eine einfache Konfiguration, Verteilung, Bestätigung und Überprüfung von Arbeitsaufgaben in großem Umfang für jede Branche mit einer komplexen Betriebsstruktur. Es ist eine flexible, codefreie Plattform, die das Aufgabenmanagement vereinfacht und eine effiziente Aufgabenausführung gewährleistet. Die Mitarbeiter erhalten priorisierte
Aufgaben über eine mobile Anwendung. Standardisierte Aufgaben lassen sich mit Prozessbeschreibungen verknüpfen, sodass auch neue Mitarbeiter wissen, wie Aufgaben erledigt werden müssen. Das erleichtert das Onboarding neuer Mitarbeiter sowie die Implementierung neuer Prozesse. Die Mitarbeiter sind weniger gestresst, da das System ihnen hilft, sich an ihre Aufgaben zu erinnern, und ihnen alle notwendigen Informationen zu deren Ausführung liefert. Die mobile App und die interaktive Touchscreen-Tafel im Backoffice ermöglichen es Einzelhändlern, alle Papierformulare und -prozesse zu digitalisieren (tägliche Checklisten, Inventur, Preisänderungen, neue Planogramme, Aktionsbereitschaft, Verluste, Lebensmittelsicherheit, Lieferungen, E-Commerce-Kommissionierlisten, Reklamationen, Geräteausfälle, Schulungen, Onboarding, Urlaube und Audits). Dank des No-Code-Ansatzes dauert die Implementierung nur wenige Tage und kostet nur einige tausend Euro. Es werden keine internen IT-Ressourcen für die Implementierung des Systems benötigt. Die gesamte Implementierung wird von den Betriebs- und Vertriebsteams geleitet. Mit dem intuitiven grafischen Editor können auch Personen ohne IT-Kenntnisse komplexe Prozesse aus vielen verschiedenen Bereichen erstellen. Dank der Optimierung der Prozesse erhöht TakeTask die Effizienz und Genauigkeit der Arbeit und verbessert die Kommunikation. Planogramme und andere Standards werden schneller umgesetzt, die Läden sind sauberer dank geplanter Routinen und unserer Benachrichtigungsmechanismen (dies verhindert auch Inventurverluste). TakeTask kann mit anderen Systemen verknüpft werden, um Aufgaben auszulösen oder Daten in digitalem und strukturiertem Format für weitere Analysen zu senden. Insgesamt bemerken Einzelhändler Umsatzsteigerungen dank besserer Ausführung von Standards und geringere Kosten dank optimierter Prozesse.

Weitere Informationen finde Sie in unserem Retail Innovation Report

Touchless Checkout für Convenience Stores

Neue Technologien ermöglichen Kostensenkungen, Verbesserungen des Angebots und des Kundenservice und sogar völlig neue Geschäftsmodelle. Eine besondere Rolle nimmt dabei das Maschinelle Lernen ein. Maschinelles Lernen ist ein Zweig der Künstlichen Intelligenz und bedeutet, dass künstliche Systeme in großen Datenmengen Muster und Gesetzmäßigkeiten erkennen und daraus Rückschlüsse ziehen. Im Handel wird Maschinelles Lernen häufig im Zusammenhang mit Bild- und Spracherkennung sowie für Prognosen eingesetzt. Bei den diesjährigen Retail Innovation Days hat die DHBW Heilbronn in Kooperation mit dem Handelsverband Baden-Württemberg zum ersten Mal die Retail Innovation Awards verliehen. Aus über 80 Innovationen haben zwölf Handelsexperten aus Theorie und Praxis 15 Innovationen für die Awards nominiert. Aus diesen haben die Teilnehmer der Retail Innovation Days die Preisträger gewählt. Unter den Innovationen befand sich unter anderem Touchless Checkout von Mashgin, Inc.  Die Innovation setzt sich mit dem Self Checkout für Convenience Stores, Cafeterias und Fitnessstudios auseinander. Kunden legen hierbei einen oder mehrere Artikel unter einen Scanner, woraufhin die Ware per Bilderkennung erfasst wird.

Problem

Kunden, die in Convenience-Stores, Duty-Free-Geschäften oder in Cafeterias einkaufen, benötigen oft nur wenige Artikel. Da die Geschäfte häufig mit nur einer oder zwei Kassen ausgestattet sind, kann es zu Stoßzeiten dennoch zu unangenehmen Wartezeiten kommen. Hinzu kommt, dass beispielsweise in Cafeterias oder Fitnessstudios zwar Convenience-Produkte verkauft werden können, aber nicht immer Personal verfügbar ist. In diesen Fällen kann die Ware auf Vertrauensbasis ausgegeben werden. Dennoch muss sie korrekt erfasst und abgerechnet
werden. Eine weiteres Problem besteht bei Artikeln, die keinen Barcode haben. Gerade in Cafeterias kann das häufig vorkommen.

Lösung

Das Touchless-Checkout-System von Mashgin bietet eine Lösung für diese Fälle. Ähnlich wie bei dem AI Counter von Caper legen die Kunden die Waren einfach unter den Scanner und einzelne oder mehrere Artikel werden von Kameras per Bilderkennung identifiziert. Danach kann am integrierten Terminal elektronisch bzw. mit Karte bezahlt werden. Das System lässt sich an bestehende POS- und Zahlungsabwicklungssysteme anbinden. Damit die Bilderkennung funktioniert, muss das System auf jeden einzelnen Artikel trainiert werden. Dazu sind 20 bis 50 Fotos notwendig, die über den Scanner des Systems erzeugt werden können. Mashgin verfügt über eine Datenbank, in der bereis über 10 000 Artikel enthalten sind. Das System ist bereits in knapp 500 Circle K-Geschäften in den USA und Schweden implementiert und soll auf knapp 7000 Geschäfte ausgerollt werden (Wolf 2022).

Weitere Informationen finde Sie in unserem Retail Innovation Report

Omnichannel-Transformation im Werkzeugfachmarkt

Bei den diesjährigen Retail Innovation Days hat die DHBW Heilbronn in Kooperation mit dem Handelsverband Baden-Württemberg zum ersten Mal die Retail Innovation Awards verliehen. Aus über 80 Innovationen haben zwölf Handelsexperten aus Theorie und Praxis 15 Innovationen für die Awards nominiert. Aus diesen haben die Teilnehmer der Retail Innovation Days die Preisträger gewählt. Die Transformation der LET’S DOIT-Werkzeugfachmärkte in Österreich hin zum Omnichannel-Konzept wird von der syreta e-commerce gmbh vorangetrieben. Dies beinhaltet die Implementierung digitaler Features, wie beispielsweise die Scan & Learn-Theke, das Virtual Shelf oder elektronische Preisschilder, die für Kunden On- & Offline-Einkaufserlebnis verbinden und für Betreiber digitale Unterstützungen bringen.

Problem

Spätestens die Coronapandemie hat dafür gesorgt, die Bedeutung des Online-Handels in den Fokus zu rücken. Bereits jeder fünfte Euro wird online umgesetzt – Tendenz steigend. Konsumenten sind es heutzutage gewohnt, im Internet nach Produkten und Problemlösungen zu suchen und diese mit einem Mausklick zu kaufen. Kunden werden zwar weiterhin stationäre Flächen besuchen, besonders bei hochpreisigen und vor allem beratungsintensiven Investitionsentscheidungen, allerdings eher als Inspiration und um die Waren physisch zu besichtigen. Demgegenüber steht die zunehmende Tendenz steigender Online-Käufe. Dieser Umsatz geht den stationären Händlern verloren, sofern sie noch keine Online- bzw. Omnichannel-Strategie verfolgen. Die Folge sind Geschäftsschließungen und, besonders in ländlichen Regionen, eine Unterversorgung. Um weiterhin zu bestehen, sind für den stationären Handel sowohl kundenfreundliche Lösungen als auch der Erlebniseinkauf wichtig. Der Kunde erwartet einen Mehrwert und attraktive Gründe für den Geschäftsbesuch. Zusätzlich müssen die Kunden auch digital „abgeholt“ und mit personalisierten Angeboten versorgt werden. Auf der anderen Seite stehen die Betreiber der Werkzeugfachmärkte einer immer größer werdenden Informationsflut entgegen. Die rasche Verfügbarkeit von Produktinformationen im Internet und sich laufend ändernde Preise für Verkaufsprodukte stellen die Betreiber vor die Herausforderung, die Preisauszeichnungen stets tagesaktuell zu halten und Informationen mit Mehrwert zu bieten. Dies bedeutet für das Personal auf den stationären Flächen einen erheblichen Mehraufwand. Darüber hinaus führt der häufige Wechsel von herkömmlichen Preisetiketten zu höherem Papierverbrauch. Hinzu kommt, dass besonders jene Kunden, die sich bereits vorab über Produkte informiert haben, erwarten, auch am POS Zugang zu sämtlichen relevanten Artikeldaten und -informationen zu haben.

Lösung

Um der oben genannten Problemstellung effektiv entgegenzuwirken und als stationärer Händler auch zukünftig bestehen zu können, muss für die Kunden eine Umgebung geschaffen werden, die ihnen einen Mehrwert bietet. Die Verbindung digitaler und haptischer Elemente, die im Omnichannel-Konzept mündet, schafft die optimale Voraussetzung dafür. Eine elektronische Preisauszeichnung sorgt zusätzlich bei den Storebetreibern für eine Reduktion des täglichen Arbeitsaufwandes. Als Vorreiter in der österreichischen Baumarktbranche rollt LET’S DOIT das Omnichannel-Konzept gemeinsam mit dem Digitalisierungsspezialisten syreta laufend weiter aus. Erst im Mai 2021 wurde in Wien von LET’S DOIT der erste Omnichannel-Werkzeugfachmarkt in
einem Einkaufszentrum eröffnet. Gemeinsam mit syreta wurden dafür die nötigen technischen Komponenten implementiert und neu eröffnete LET’S DOIT Stores sollen bereits von Beginn an mit den notwendigen digitalen Elementen ausgestattet werden. In den Stores 4.0 werden zum einen bereits erprobte digitale Elemente, die für die Kunden das On- und Offline-Einkaufserlebnis verbinden, installiert, und zum anderen neue digitale Features implementiert. Neben bereits erfolgreich eingeführten Features wie dem „Virtual Shelf“, der „Scan & Learn“-Theke und der innovativen Kundenkarte als App, kommen in den Werkzeugfachmärkten seit 2022 auch elektronische Preisschilder zum Einsatz. Die neuen ESLs (Electronic Shelf Labels) zeichnen sich nicht nur durch ein schickes Design, sondern vor allem durch intelligente Funktionalität aus. Die Schilder, die in verschiedenen Formaten und Ausführungen erhältlich sind, werden vollkommen
automatisch mit den Daten der Produktdatenbank, die den Webshop befüllt, gespeist. Für die Storebetreiber bedeutet das den Wegfall von Preisabweichungen zwischen Datenbank und Verkaufsfläche und von Arbeit. Während früher Preise manuell gewartet und neue Preisschilder produziert werden mussten, geschieht diese Arbeit nun komplett automatisiert im Hintergrund. Und auch die Inventarisierung wird durch die elektronischen Preisschilder und die technische Unterstützung von syreta ab sofort massiv vereinfacht. Durch die digitale Vernetzung können innerhalb kürzester Zeit sämtliche Produktinformationen und Lagerstände abgerufen werden. All diese Maßnahmen unter dem Gesichtspunkt der fortschreitenden Digitalisierung und der Entwicklung eines Omnichannel-Konzepts für den Werkzeugfachhandel bewirken nachweislich die Ansprache einer jüngeren Zielgruppe, die Steigerung des durchschnittlichen Warenkorbwertes und die Gewinnung neuer Verbundgruppenmitglieder.

Weitere Informationen finde Sie in unserem Retail Innovation Report

Individualisierte Beauty-Produkte

Bei den diesjährigen Retail Innovation Days hat die DHBW Heilbronn in Kooperation mit dem Handelsverband Baden-Württemberg zum ersten Mal die Retail Innovation Awards verliehen. Aus über 80 Innovationen haben zwölf Handelsexperten aus Theorie und Praxis 15 Innovationen für die Awards nominiert. Aus diesen haben die Teilnehmer der Retail Innovation Days die Preisträger gewählt. Unter den Innovationen befand sich unter anderem Taylored Beauty Products von Amorepacific. Das Unternehmen setzt mehrere Ansätze zur individuellen Gestaltung von Kosmetika im Laden um: Mind-linked Bathbot (Produktion von Badekugeln im Laden), maßgeschneidertes Make-up, Lip Factory (kundenindividuelle Gestaltung von Lippenstiften).

Problem

Der Kosmetikmarkt ist hart umkämpft. Das gilt besonders für den stationären Einzelhandel, der sich starkem Wettbewerb aus dem Internet gegenübersieht. Viele Marken bauen das Direct-to-Consumer-Geschäft aus und umgehen so den Einzelhandel. In Summe führt das vielerorts zu sinkenden Kundenfrequenzen in den Geschäften. Gleichzeitig ist die Produktauswahl im Kosmetikmarkt sehr groß. Sie überfordert nicht selten die Konsumenten. Eine weitere Differenzierung der Produkte ist deshalb nicht einfach möglich. Weitere Produktvarianten erhöhen die Angebotskomplexität weiter und sind zumindest im Stationärhandel allein aus Platzgründen kaum darstellbar. Hinzu kommt, dass tiefere Sortimente an vielen Standorten aufgrund zu geringer Nachfrage nicht wirtschaftlich sind. Andererseits ist bei den Konsumenten der Wunsch erkennbar, möglichst individuelle, auf die einzelne Person abgestimmte Produkte zu kaufen. Gerade im Kosmetikbereich ist das beispielsweise aufgrund der Vielfalt unterschiedlicher Hauttypen besonders wichtig.

Lösung

Amorepacific adressiert diese Probleme mit Hilfe mehrerer Mass-Customization-Ansätzen. Der neuste ist der sogenannte Mind-linked Bathbot. Dabei handelt es sich um einen Roboter, der im Laden kundenindividuelle Badekugeln fertigt. Die Kugeln unterscheiden sich in Bezug auf Farbe, Duft und Form. Das Besondere dabei ist, dass die Kunden nicht bewusst Farbe, Form und Duft wählen müssen. Die Kunden setzen ein Headset auf, das über acht Sensoren die Gehirnwellen der Kunden misst. Auf Basis der so gewonnenen Daten wird dann eine
kundenindividuelle Badekugel entworfen und produziert. Der Prozess dauert ca. ein bis zwei Minuten. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Amorepacific mit der ‚Lip Factory by Color Tailor‘. Dabei wird das Gesicht der Kundin mit Hilfe einer App und eines Deep-Learning-Algorithmus analysiert. Die App schlägt daraufhin auf die Person abgestimmte Lippenstiftfarben vor. Dabei unterscheidet das System über 2000 Farbvarianten. Der gewählte Farbton kann daraufhin sofort vor Ort produziert und als Lippenstift mitgenommen werden. Das System wird bereits seit August 2020 im Flagshipstore Amore Seongsu in Seoul, Korea, eingesetzt. Auch für Make-up hat Amorepacific eine entsprechende Technologie entwickelt. Kundinnen können sich im Laden auf Basis von 100 unterschiedlichen Farbtönen und zwei Texturen ihr individuelles Make-up fertigen lassen. Die Mass-Customization-Ansätze führen nicht nur zu kundenindividuellen Produkten sondern steigern auch das Einkaufserlebnis im Laden.

Weitere spannende Innovationen finden Sie in unserem Retail Innovation Report

Login

Kompetenznetzwerk - Logo Header