Blogeintrag

Handel… und wie erlebst Du ihn 2050?

Die Zukunft bringt oft Ungewissheit und neue Erfahrungen mit sich. Und genau mit diesen Herausforderungen, neuen Technologien, Prognosen und dem Einkaufen im Handel 2050 haben wir uns beschäftigt. Im Folgenden möchten wir euch einen kleinen Einblick geben, was uns in Zukunft erwarten könnte und wie der Handel darauf reagieren muss.

Wir beginnen mit einer Zeitreise in das Jahr 2050…

Wöchentlicher Einkauf im Supermarkt

Stell dir vor, du möchtest heute deinen Wocheneinkauf erledigen. Du steigst auf deinen E-Scooter und fährst in Richtung Innenstadt.

Ein großes Auto mit viel Stauraum brauchst du nicht, denn deine Einkäufe wirst du nicht selber nach Hause bringen. Dafür ist deine persönliche Einkaufsdrohne da und bringt dir deine ausgesuchten Lebensmittel nach Hause.

Noch bevor du den Supermarkt betrittst, stellst du deinen E-Scooter an der Ladestation ab, damit dieser sich gleichzeitig aufladen kann. Auch deine Drohne wird hier auf dich warten.

Du schnappst dir deinen smarten Einkaufswagen, platzierst dein Smartphone in der dafür vorgesehen Halterung und lässt dir einen für dich personalisierten Kaffee raus, den du in die Halterung platzierst.

Nun kann dein persönliches Einkaufserlebnis beginnen.

In diesem Supermarkt bist du ein Stammgast und wirst selbstverständlich persönlich über einen Bildschirm begrüßt und es wird gleichzeitig eine Bedürfnisanalyse mit einem Gesundheitscheck erstellt.

Durch die Bedürfnisanalyse wird auch die angezeigte Werbung im Markt, Raumtemperatur, Helligkeit und Musik gesteuert und speziell auf dich abgestimmt. Dies ist dank neuster Technologien auch ohne andere Tools möglich und du kannst genau das sehen, was du sehen möchtest. Damit wird dir ein einmaliges Einkaufserlebnis ermöglicht.

Bevor du zu deinem Wocheneinkauf aufgebrochen bist, musstest du dir keine Einkaufsliste erstellen. Dein „smarter Kühlschrank“ erkennt den bestehenden Bedarf, welche Artikel benötigt werden, und erstellt dir eine individuelle Einkaufsliste.

Da dein Smartphone nun mit dem Einkaufswagen verbunden ist, führt dieser dich direkt zu den benötigten Artikeln und zeigt dir den Weg durch den Markt.

Beim Hineinlegen der Artikel in den Wagen, werden diese sofort gescannt und von der Liste gestrichen. Selbstverständlich kannst du nach Belieben spontane Einkäufe hinzufügen. Bei deiner vorhin erstellten Bedürfnisanalyse werden dir nun auch Produkte angezeigt, die dir empfohlen werden.

Heute fehlen dir ein paar Vitamine und deshalb entscheidest du dich dafür noch ein bisschen mehr Obst mitzunehmen. Leider kommst du an die oberen Orangen nicht heran. Der integrierte Greifarm an deinem Wagen erkennt das Problem sofort und hilft dir, deine gewünschten Artikel sicher in deinen Wagen zu platzieren. Du schlenderst entspannt durch den Markt, schlürfst deinen Kaffee und hörst deine personalisierte Playlist an.

Du entdeckst einen Sonderaufbau mit neuer Schokolade und hättest gerne ein paar mehr Informationen über den Artikel und die Firma. Über dein Smartphone und dem Barcode erfährst du rasch die benötigten Informationen.

Lästige Warteschlangen gibt es nicht, denn deinen Einkauf hast du ja bereits abgescannt. Du bezahlst bargeldlos mit deinem Smartphone und deine Drohne bringt dir deinen Einkauf bequem nach Hause.

Du springst auf deinen E-Scooter und fährst entspannt nach Hause.

Zuhause angekommen, wurden bereits alle Einkäufe von deiner Drohne verräumt.

Einkaufen im Hofladen

Das Thema Nachhaltigkeit, ökologischer Landbau und gesunde Ernährung stehen im Jahr 2050 im Fokus und liegt auch dir am Herzen. Deshalb besuchst du wöchentlich den Hofladen der Familie Meier. Der über Jahrzehnte bestehende Familienbetrieb hatte es wie auch andere Hofläden nicht immer einfach. Familie Meier musste viel investieren, um Kunden halten zu können. Fakt ist, Geschäfte ohne menschliche Komponenten verlieren jegliche Kundenbeziehung und können nicht weiterhin bestehen.

Dank modernster Technik ist es möglich, unabhängig von den Jahreszeiten die vom Kunden gewünschten Obst und Gemüsesorten anzupflanzen und auf Sonderwünsche einzugehen. Dies ist vor allem für die Marktstellung und die Kundenbindung sehr wichtig. Auch ein Bauernhof kann nicht nur von Verkauf von Obst und Gemüse leben, weshalb Familie Meier weitere Angebote anbietet. Zu diesen Angeboten zählen Kindergeburtstage, Festräume, Hofbesichtigungen und vieles mehr. Der Hofladen 2050 ist nicht wie heute aufgebaut. Um bestehen zu können muss Familie Meier auf neue Technologien, wie eine Einkaufs-App und Roboter zurückgreifen. Diese neuen Technologien können in ihrem Fall unterstützend wirken, indem sich die Familie auf die Kunden und andere Tätigkeiten fokussieren kann.

Wird sich der Einkauf nur noch Online abspielen?

Der stationäre Handel wird sich vermutlich grundlegend verändern, da die Grenzen zwischen der physischen und der digitalen Welt immer weiter verschwimmen. Gleichzeitig wird viel mehr online eingekauft.

Diesen „hybriden Trend“ konnte man schon in den letzten Jahren beobachten. Der Kunde 2050 wird auf allen Kanälen unterwegs und informiert sein.

Es wird Konzepte geben, welche den stationären Handel mit dem online Handel verknüpfen.

Das System des Omni-Channels wird sich weiter ausbreiten, um das Kundenerlebnis und den Unternehmenserfolg über verschiedene Kanäle steuern zu können.

Stationärer Handel – Plattform neuer Technologien

Es ist davon auszugehen, dass es in der Zukunft deutlich weniger stationären Handel geben wird. Viele Branchen verschwinden und neue Bereiche werden sich entwickeln.

Stationärer Handel stirbt in manchen Branchen eventuell komplett oder nahezu aus. Möglicherweise werden viele Unternehmen zu Technologie oder Dienstleistungsunternehmen.

Dies kann man gut an der Musikbranche verdeutlichen, denn diese existiert fast nur noch online in Form von Dienstleistungen. Viele Konsumenten nutzen Musik Streaming Dienste und kaum einer kauft noch eine CD.

Somit wird viel weniger Ladenfläche benötigt und viele kleinere Geschäfte werden aussterben.

Die vorhandene Ladenfläche muss somit viel mehr als „Eventfläche“ gesehen werden. Es können interaktive Kochkurse, Infoabende über bestimmte Lebensmitteltrends oder individuelle Beratungen gegeben werden.

Themenwelten, die monatlich angepasst werden liefern dem Kunden ein einmaliges Einkaufserlebnis und formen den Markt in eine Erlebniswelt um, die viele gerne besuchen.

Netzwerkeffekte als Gefahr für Monopolbildung?

In der multimedialen Welt spielen Netzwerkeffekte eine immer größere Rolle. Der Effekt soll darstellen, dass durch Erhöhung der Teilnehmer eines Netzwerks auch der Nutzen dessen steigt. Im Handel stellt dieser Effekt aber eine Gefahr dar, da es dadurch zu Monopolbildungen kommen kann. Warum? Das Ziel jedes Netzwerkes ist es, die Teilnehmerzahl zu erhöhen und somit auch immer wichtiger auf dem Markt zu werden – die Gefahr besteht, dass jedes Unternehmen eine Monopolstellung im Markt anstrebt.

Und wie geht der Großhandel mit den neuen Technologien um?

Viele neue Herausforderungen werden auch den Großhandel bis 2050 verändern und formen. Aber wie könnten diese Branche im Vergleich zum Einzelhandel 2050 aussehen?

Neue Technologien werden auch unser Einkaufsverhalten im Großhandel bestimmen und vereinfachen.

Von großer Bedeutung könnten Chips unter der Haut und der 3D-Druck werden. Unternehmen können mit 3D-Druckern somit in kürzester Zeit mit eigenen Rohstoffen gewünschte Produkte herstellen.

Der Großhandel kann mit eigens programmierten Robotern das Lager effizienter gestalten und somit alltägliche Abläufe vereinfachen. Dies würde den Unternehmen eine höhere Produktivität verschaffen, sowie Zeit und Geld einsparen.

Drohnen machen es möglich das Lager zu verräumen und gewünschte Artikel schnell herauszusuchen.

Die Thematik des autonomen Fahrens verschafft neue Möglichkeiten für die Versendung von Waren, sowie die Planung der Logistik. Durch gleichzeitigen Einsatz emissionsarmer Fahrzeuge und Nutzung von erneuerbaren Energien lassen sich Kosten einsparen und ermöglichen umweltschonende Transporte.

Somit wird deutlich, dass sich der Großhandel genauso wie der Einzelhandel, auf neue Technologien einlassen muss und mit Veränderungen mitgehen muss, um bestehen zu können.

Fazit: Gute Planung, Technologien und fortschrittliches Denken werden von enormer Bedeutung sein, um im Markt 2050 bestehen zu können. Ganz auf den stationären Handel werden die Konsumenten auch 2050 nicht verzichten müssen. Dennoch werden die Anteile des Online-Handels wachsen, Dienstleistungen werden viele Artikel ersetzen und eine Vielzahl neuer Möglichkeiten entstehen.

Quellen:

https://www.handelderzukunft.de/omni-channel-retail-das-beste-aus-mehreren-welten

https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/handel/community-center-statt-ladenflaeche-marcus-naumann/

https://www.scs.fraunhofer.de/de/geschaeftsfelder/zukunftsbildlogistik.html

https://www.e-commerce-magazin.de/gettings-studie-auch-2050-wird-es-ladengeschaefte-geben/https://home.kpmg/de/de/home/themen/2019/03/das-ende-des-konsums-wenn-daten-den-handel-ueberfluessig-machen.html

https://klardenker.kpmg.de/gefuehle-und-implantierte-chips-wie-wir-2050-einkaufen/)

https://www.blick.de/chemnitz/wie-sieht-die-zukunft-des-gro-handels-aus-artikel10737349)

https://www.euroshop.de/de/Home/News_Business_Facts/Archiv/Megatrends_Handel_%E2%80%93_2025_30

https://www.impulse.de/management/unternehmensfuehrung/gefaehrdete-branchen/7293979.html

https://zukunftdeseinkaufens.de/leben-2038-2/

https://www.presseportal.de/pm/58964/4488092

Handel 2050 – Ein Blick in die Zukunft

Wie wird die Handelslandschaft im Jahr 2050 aussehen?

Diese Frage würden wohl viele von uns und auch alle Unternehmen gerne beantwortet wissen, um sich schon genau jetzt an den richtigen Stellen zu entwickeln und Investitionen und das eigene Unternehmen genau positionieren zu können.

Schauen wir uns also aktuelle Trends und Entwicklungen in den Bereichen stationärer Einzelhandel, E-Commerce, Logistik und Payment an, um an diesen unsere Zukunfts-Handelswelt 2050 gedanklich entwickeln zu können.

Der stationäre Einzelhandel – Hightech und smart

Kann der heutige klassische stationäre Einzelhandel im Jahr 2050 überhaupt noch funktionieren? Wohl eher nicht.

Dennoch sind wir überzeugt, dass auch in der Zukunft der stationäre Einzelhandel mit smarten Lösungen und guten Konzepten in der Handelslandschaft zu finden sein wird. Doch wie könnte das aussehen?

Konzepte, die uns schon heute einen Einblick in die Zukunft des stationären LEH geben können, sind beispielsweise der High-Tech-Supermarkt „teo“ von tegut oder die Amazon-Go-Stores. In diesen 24/7-Stores werden die Artikel über eine App vom Kunden selbst eingescannt und dann über diese App, Kredit- oder Girokarte bzw. mit dem Amazon-Konto bezahlt.

Die Rolle des stationären Einzelhandels als Ort der Begegnung und des Erlebnisses wird zunehmend wichtiger.

 So wird mir das smarte Regal im Jahr 2050 automatisch eine Beratung, die passenden Komplementär-Produkte, basierend auf meinem bisherigen Einkaufsverhalten die neuesten Produkte und auch noch ein leckeres Rezept anbieten. Wenn ich meinen Einkauf dann in den smarten Einkaufswagen lege, registriert dieser auch automatisch alle Produkte, womit dieses lästige Anstehen an der Kasse im Jahr 2050 wohl endlich der Vergangenheit angehören wird. Das beste Gadget des smarten Einkaufswagens im Jahr 2050 ist jedoch eindeutig der integrierte „Personal Shopping Assistent“, der mir GPS basiert den Weg zu den Produkten meines Einkaufszettels weist.

Oder der Einzelhandel kommt direkt vor meine Haustür. Konzepte wie der Roboter-Supermarkt, der seit Anfang 2019 in Boston innerhalb weniger Stunden den Einkauf direkt zu den Kunden bringt, könnten im Jahr 2050 gerade für die Versorgung der suburbanen und ländlichen Gebiete eine zentrale Rolle spielen.

Welches Konzept man sich auch anschaut, es wird schnell klar, dass im Jahr 2050 wohl kein Einzelhandelsunternehmen mehr ohne das passende E-Commerce oder eine plattformübergreifende Omni-Channel-Lösung eine Überlebenschance hat.

E-Commerce – Marktplätze und Plattformen

Plattformen und Marktplätze werden die Zukunft des E-Commerce sein.

Dabei muss der Handel jedoch auf allen Kanälen übergreifend als Omni-Channel-Retail auftreten. Um all diese Kanäle miteinander verzahnen zu können, bietet Augmented Reality die Chance. Bereits heute gibt es viele Konzepte zum video-triggered AR:

  • Amazon mit „AR View“: Produkte können virtuell im eigenen Zuhause getestet werden
  • Mister Spex: Brille virtuell von Zuhause ausprobieren
  • Otto mit „yourhome“ …und viele mehr

Mit AR wird es im Jahr 2050 dann vielleicht möglich sein interaktives Productplacement in Filmen und Serien zu integrieren. Wenn mir das Produkt gut gefällt natürlich auch mit einer direkten Bereitstellung der Kaufoptionen.

Heute ist das Online-Shopping noch ziemlich umständlich: irgendwo auf Social-Media gesehen, Testberichte und Nutzererfahrungen googeln, Preisvergleiche auf 10 verschiedenen Websites. Im Jahr 2050 wird es interaktive Marktplätze geben, die all das auf einer einzigen Plattform bieten. So werden Content, Productplacement und Social Proof direkt miteinander verzahnt.

Wie diese Form des E-Commerce funktionieren kann machen uns heute schon Google mit Shoploop oder Instagram mit Instagram Shopping vor.

Künstliche Intelligenz trägt bereits heute zu einer deutlichen Verbesserung der User-Experience über personalisierte Shoppingerlebnisse bei. Auch im Jahr 2050 wird die verbesserte KI zu einem immer individuelleren und personalisierten Content beitragen.

Lieferung und Logistik – „Anytime, Anywhere, Anyhow!“

Eine Standartlieferzeit von 3-4 Werktagen ist für uns in der Zukunft unvorstellbar!

Lieferzeiten werden im Jahr 2050 um einiges kürzer, alles kann geliefert werden und auch zu jeder Zeit.

Doch wie kann das infrastrukturell durch Logistikunternehmen umgesetzt werden? Es wird Microhubs in jedem Wohnviertel geben, von denen aus eine „Just-in-Time-Lieferung“ jederzeit möglich ist. Auch In-Home-Delivery, bei der die Einkäufe des Kunden beispielsweise direkt in den eigenen Kühlschrank geliefert werden, sind im Jahr 2050 Normalität.

Durch Mesh-Logistik werden Herstellung und Prozesse automatisiert und autonomisiert, sodass die Pizza im Lieferfahrzeug in ferngesteuerten Öfen fertigbackt und genau zur Ankunft beim Kunden frisch aus dem Ofen kommt. Klingt unwahrscheinlich? Ganz und gar nicht. Das Start-Up „Zume Pizza“ aus dem Silicon Valley zeigt schon heute als Best Practice Beispiel, dass das möglich ist.

2050 werden kleinere, schnellere, emissionsfreie und autonome Lieferfahrzeuge die Welt der Logistik beherrschen. Oder mein Paket wird von einer Drohne oder einem Roboter ausgeliefert. So werden Same-Day-Delivery oder sogar Insant-Delivery möglich gemacht.

Doch was bedeutet das in Zukunft für die menschliche Komponente beim Lieferprozess? IT-Kenntnisse werden bei jedem Menschen zu einer Grundvoraussetzung.

Payment – Bezahlen auf einen Blick

Die Zukunft des Bezahlvorgangs liegt in bargeldlosen und smarten Lösungen.

Bereits heute liegt in China beim Bezahlvorgang die Penetrationsrate der zwei größten mobilen Bezahldienste „Alipay“ und „WeChat Pay“ bei zusammen 87%.

Apps, mit integrierten Bezahlmethoden sind nichts neues. Selbst die Bezahlung via Facial Recognition, testet Carrefour seit Februar 2019 in einer Bukarester Skanska Filiale. Auch Alibaba/Alipay hat diese Technologie mit seinem „Smile to pay“ bereits in China gelaunched.

Bei dieser Entwicklung werden wir im Jahr 2050 dann alle und überall mit unserem implantierten Chip bezahlen können. Die Bezahlung wird automatisiert in die Umgebung eingebunden sein und durch KI-basierte Assistenten für uns erledigt („embedded omni-payments“). Meine Face-ID ist in einer zentralen Datenbank hinterlegt und so kann ich meinen Kaffee beim Bäcker auf einen Blick bezahlen.

Alles Utopie? Nein, denn viele der vorgestellten Konzepte zeigen schon heute auf, wie unsere Handelswelt im Jahr 2050 aussehen könnte. Ob und welche Ideen und Technologien sich durchsetzen, werden dann unsere Zukunfts-Ichs im Jahr 2050 mit einem Blick zurück auf diesen Blog beurteilen können…

Quellen:

Einkaufen rund um die Uhr: Tegut eröffnet High-Tech-Supermarkt ohne Kassierer | TAG24

Handel in China: Event-Shopping und Cashfree-Vorreiter (zukunftsinstitut.de)                    

Best Practices aus dem Retail Report 2020 (zukunftsinstitut.de)

„Im Jahr 2050 werde ich jederzeit und überall mit einem implantierten Chip bezahlen können“ | Netzwoche

Supermarkt der Zukunft – wie shoppen wir 2050? | Ladenbau.de Blog

Supermarkt der Zukunft::Im Jahr 2050 wird’s total transparent – Lebensmittel Praxis

Im Supermarkt der Zukunft – RFID: Der Supermarkt der Zukunft – TecChannel Workshop

https://etailment.de/news/stories/Handelstrends-2030-Logistik-der-Zukunft-Anytime-Anywhere-Anyhow-23219

https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/handel/dash-delivery-mut-zur-neuen-letzten-meile/

https://www.handelderzukunft.de/omni-channel-retail-das-beste-aus-mehreren-welten

Die Zukunft des E-Commerce: Ein Blick in das Online-Shopping von morgen (hubspot.de)

Alles per App – Wie weit ist China uns voraus? | WDR Doku – YouTube

Im Supermarkt der Zukunft – RFID: Der Supermarkt der Zukunft – TecChannel Workshop

Smile-to-pay: Chinese shoppers turn to facial payment technology | China | The Guardian

Im Supermarkt der Zukunft – RFID: Der Supermarkt der Zukunft – TecChannel Workshop

Personal: Digital gestalten statt analog verwalten

Was verstehen Sie unter Digitalisierung im HR (Human Ressource) Bereich? Ein Büro voller Roboter, die den Mitarbeitern die ganze Arbeit abnehmen oder vielleicht sogar gar kein Personalbüro mehr, weil nichts mehr persönlich abläuft?

Wir haben uns damit beschäftigt, was Digitalisierung im HR-Bereich bedeutet und welche innovativen Anwendungen es für den Bereich Personal bereits gibt. Allgemein stellt sich dabei die Frage, welche dieser Neuerungen werden den Handel in den kommenden Jahren am stärksten beeinflussen und können nachhaltig zu einem Fortschritt beitragen?

Um dieses Thema genauer untersuchen zu können, wurden unterschiedliche Innovationen, die neue digitalen Technologien wie VR oder KI verwenden, recherchiert und eine Experten-Befragung durchgeführt. Drei Experten wurden interviewt: darunter ein Professor der Dualen Hochschule Baden-Württemberg – Heilbronn, ein Mitarbeiter der Personalabteilung eines mittelständischen Unternehmens aus der Region und eine Bereichsleiterin eines großen internationalen Handelsunternehmens.

14 mögliche Anwendungen wurden den Experten vorgestellt und sollten von diesen anschließend nach absteigender Priorität bewertet werden. Zusätzlich sollten die Experten eine Einschätzung zur Bedeutung der Innovation in 10 Jahren abgeben und diese begründen. Nach der Auswertung der einzelnen Experten-Rankings haben sich folgende Top-Innovationen im Bereich Personal herausgestellt:

  1. Cloud
  2. HR Analytics / People Analytics
  3. Active Sourcing
  4. Chatbot
  5. Mitarbeiter App
  6. Administrative Aufgaben
  7. VR & AR im Personalbereich

In den folgenden Blogbeiträgen dürfen Sie sich auf interessante Informationen zu den Top-Innovationen und deren Anwendung, Mehrwert für Nutzer & Unternehmen und weitere spannende Details freuen. Sie bekommen einen Überblick, welche Technologien bereits heute Anwendung finden und welche Herausforderungen bei der Umsetzung in Unternehmen auftreten können.

Cloud: Der Grundstein aller Innovationen: „Die große Wolke“

Die Cloud ist in vielen Bereichen nicht mehr weg zu denken. Sie dient als externer Speicherort für eine Vielzahl von Daten und kann auch die Personalabteilung im gesamten Personalprozess unterstützen. So werden Tools für unterschiedlichste Bereiche der Personalarbeit angeboten: Talent-Akquise, People Management (HR), Anwesenheits- und Urlaubsmanagement, Lohn- und Gehaltsabrechnung, sowie Vergütungen und Leistungen.

Die Cloud ist in vielen Bereichen nicht mehr weg zu denken. Sie dient als externer Speicherort für eine Vielzahl von Daten und kann auch die Personalabteilung im gesamten Personalprozess unterstützen. So werden Tools für unterschiedlichste Bereiche der Personalarbeit angeboten: Talent-Akquise, People Management (HR), Anwesenheits- und Urlaubsmanagement, Lohn- und Gehaltsabrechnung, sowie Vergütungen und Leistungen. Durch Erfassung aller Daten in der Cloud, kann ein Zugriff von überall ermöglicht werden. Sie erhalten einen besseren und ortsunabhängigen Überblick über die Personalressourcen, mehr Effizienz und haben dadurch einen größeren Pool an Möglichkeiten zur Automatisierung von Prozessen.

Aufgrund Ihrer Funktionen ist die Cloud für die Experten „die TOP 1 Innovation“. Sie dient als Basis für alles. Viele weitere Innovationen greifen auf die Cloud zurück, um einen Mehrwert zu bieten. Beispielsweise der Chatbot. Die Cloud ermöglicht es diesem räumlich und zeitlich unabhängig immer auf alle Mitarbeiter Daten zuzgreifen und sie gegebenenfalls eigenständig eintragen zu können. Dies stellt eine enorme Verschlankung der administrativen Abläufe dar, alles wird zentral gesammelt.  

Laut Einschätzung der Experten soll die Cloud in 10 Jahren nicht mehr weg zu denken sein und als Standard in jeglichem Unternehmen angesehen werden. Grund dafür sind die vielen Vorteile, die sie bietet. Zum einen können Kosten gespart werden und mehr Wettbewerbsfähigkeit und evtl. auch Wettbewerbsvorteile generiert werden. Zum anderen verhindert die zentrale Datensammlung das ewige und endlose Suchen von Verträgen, oder den Verlust einer Krankmeldung, was oft Zeit- und Kostennachteile mit sich bringt.

Ein Beispiel einer Cloud basierten Personallösung ist Sage People. Sie betreut die Mitarbeiter vom Eintritt – bis zum Austritt. Dieses System wird bereits in über 140 Ländern eingesetzt und hat über 180.000 Anwender. Es bietet eine enorme Arbeitserleichterung. Mitarbeiter können ortsunabhängig auf ihre Lohn- und Gehaltsabrechnungen zugreifen oder Krankmeldungen einreichen. Egal zu welcher Uhrzeit.

Die Cloud stellt das Zentrum und die Basis für viele neue Personalverwaltungsinnovationen dar, weshalb es bei vielen Unternehmen wie beispielsweise BMW und Lidl bereits im Einsatz ist.

Quellen:

HR Analytics/People Analytics: Die Wahrsagerkugel?!

Woran könnte es liegen, dass uns in den letzten Monaten so viele Mitarbeiter verlassen haben? Was können wir ändern, um die Fluktuationsrate möglichst gering zu halten? Wie groß wird die Anzahl der Krankmeldungen in einem Monat sein? Wie viele Mitarbeiter sollten wir innerhalb der nächsten sechs Monate neu einstellen?

Eine Antwort auf diese Fragen wünscht sich so gut wie jedes Unternehmen. Allerdings ist es selbst für die besten Analysten schwierig diese zu finden und nimmt viel Zeit in Anspruch, bzw. ist in manchen Fällen nicht einmal realisierbar. Eine Möglichkeit schneller Antworten zu bekommen oder sogar vor potenziellen Gefahren gewarnt zu werden bietet HR bzw. People Analytics. People Analytics basiert auf der Technologie von Big Data, wobei es in vielen Bereichen auch Schnittstellen zur KI (Künstliche Intelligenz) gibt, wie beispielsweise das Deep Learning. Es kann Analysen anhand von internen und externen Daten durchführen, um Personalentscheidungen zu stützen. Dabei erkennt es Muster innerhalb der Daten und kann Trends aufzeigen oder vergangene Ereignisse erklären.

Zur Analyse der Daten können unterschiedliche Methoden verwendet werden. Zum einen gibt es das deskriptive Verfahren, bei dem Ergebnisse ausgegeben werden, die ein momentanes oder vergangenes Ereignis beschreiben. Explanative Verfahren hingegen liefern mögliche Gründe für Ereignisse, die passiert sind. Prädiktive Verfahren geben Antworten darauf, was passieren wird und präskriptive Verfahren gehen sogar noch weiter und können Handlungen und Maßnahmen empfehlen, um den zukünftigen Entwicklungen entgegenzuwirken bzw. diese zu unterstützen. Wichtig bei der Arbeit mit People Analytics ist, zu beachten, dass nicht jedes Muster einen kausalen Zusammenhang darstellt.  

Trotz der vielen Möglichkeiten, die People Analytics bereits bietet, nutzen nur wenige Firmen diese Technologie. Dennoch sehen unsere Experten die Innovation als die Top 3 Innovation im HR Bereich. Anhand Ihrer Auswertungen können Entscheidungen schneller abgeleitet werden und sie kann gerade im Bereich des Fluktuationstrends hilfreiche Anhaltspunkte geben. People Analytics kann die Effizienz steigern und Sie vor unangenehmen Überraschungen bewahren. Die Experten sind der Meinung, dass die Einführung eines solchen Systems allerdings abhängig von der Größe des Unternehmens ist. Bei kleineren Unternehmen fällt es leichter auch ohne Big Data und KI Entwicklungen zu erkennen. Das Kosten-Leistungsverhältnis ist in diesem Fall zu gering. Größere Firmen können mit der Technologie hingegen sogar Geld sparen indem sie bei negativ Entwicklungen früh informiert werden und eingreifen können.

Natürlich ist diese Innovation kein Allheilmittel. Die Ergebnisse sind zudem nicht immer zu 100 % korrekt, sondern geben eher eine Wahrscheinlichkeit aus. Bei der Implementierung sollte auch vor allem auf den richtigen Umgang mit Daten geachtet werden. Trotzdem ist Big Data mittlerweile ein gutes Verfahren, um langwierige Analysen zu überspringen, Zeit und Humanressourcen zu sparen und vorbereitet zu sein für die Zukunft.

Quellen:

Active Sourcing: Suchen sie noch oder kämpfen sie schon?

Der Arbeitsmarkt hat sich innerhalb der letzten 20 Jahre enorm gewandelt. Die Rollen der Arbeitgeber als Anbieter und der Arbeitnehmer als Nachfrager wurden weitestgehend getauscht. Sie als Arbeitgeber kämpfen nun auf dem Arbeitsmarkt immer intensiver um neue Talente. Gute Mitarbeiter sind heutzutage heißbegehrt, aber eher schwer zu finden. Sie befinden sich mitten im „War for Talents“.

Um an diesem erfolgreich teilnehmen zu können, ist es wichtig aktiv potenzielle Mitarbeiter zu kontaktieren und diese auf sich aufmerksam zu machen. Dieser Prozess beansprucht, insoweit er noch manuell ausgeführt wird, viele Humanressourcen und Zeit. KI und Big Data unterstütze Lösungen können Ihnen in diesem Bereich viel Arbeit abnehmen. Anhand von Kriterien, die der KI zuvor mitgegeben werden müssen, kann diese Bewerbungen und Internetprofile analysieren und Ihnen aus einer Vielzahl von Kandidaten die passenden Talente heraussuchen. Der Unterschied zur normalen Automation ist dabei, dass die KI auch Synonyme oder Umschreibungen erkennen, sowie Aussagen interpretieren kann.

Es gibt bereits viele Tools, die KI und Big Data in dieser Hinsicht nutzen und Ihnen als Unternehmen ein einfacheres Active Sourcing und Managen von Talenten ermöglichen. Talentry ist ein solches CRM (Candidate Relationship Management) Programm. Es bietet unterschiedlichste Möglichkeiten, wie die zielgruppenspezifische Ausspielung von Werbung oder das Managen eines großen Kandidatenpools, der von der Software zusammengetragen wird. Otto, Vodafone, Henkel und einige mehr sind bereits auf den Zug aufgesprungen und nutzen dieses Tool für besseres Recruiting.  Xing bietet mit dem 360° e-Recruiting ein ähnliches Tool an, bei welchem speziell innerhalb der Profile aller Xing Nutzer potenzielle Bewerber rausgesucht werden können.

Active Sourcing in Verbindung mit KI und Big Data sehen die Experten als eine der wohl wichtigsten Innovationen der nächsten Jahre. Innerhalb der nächsten zehn Jahre schätzen Sie diese Lösung sogar als Standard ein und sind der Meinung, dass nahezu jedes Unternehmen ein solches Tool nutzen wird. Vorteile erkennen die Experten vor allem darin, dass der Kandidaten Pool erheblich erweitert werden kann. So kann nicht nur zu 20 sondern gleich 100 potenziellen Mitarbeitern Kontakt aufgenommen werden. Wobei den Erstkontakt ebenfalls die KI in Verbindung mit einem Chatbot übernehmen könnte. (Hier sehen die Experten allerdings immer noch die HR-Manager als Verantwortliche.)  Die Chancen innerhalb des größeren Pools letztendlich einen guten Mitarbeiter zu finden, der auch gerne bei Ihrem Unternehmen arbeiten möchte, sind dabei natürlich wesentlich höher.

Unternehmen, die ein solches Tool bereits implementiert haben, können nicht nur besser und erfolgreicher am „War of Talents“ teilnehmen, sie können natürlich auch Kosten hinsichtlich der Human Ressourcen senken und die Effizienz der Mitarbeiter steigern. Diese brauchen sich nicht mehr mit der Suche der Talente beschäftigen, sondern können sich auf die Auswahl und die Gewinnung der Talente konzentrieren. Zudem kann durch gezielte Werbung für mehr Reichweite und Bekanntheit als Arbeitgeber gesorgt werden.

Quellen:

Chatbot: 24 Stunden Rückmeldung garantiert

Der Chatbot ist ein technisches Dialogsystem, das per Texteingabe oder Sprache kommuniziert. Er beruht auf künstlicher Intelligenz und ist eine Weiterentwicklung der RPA (Robotic Process Automation). Im Vergleich zur RPA besitzt er auch kognitive Fähigkeiten und kann somit menschliche Handlungen nachahmen.

Chatbots sind eine gute Möglichkeit, Aufgaben im HR vereinfacht abzuwickeln.  Sie spielen eine wichtige Rolle hinsichtlich der schnellen Rückmeldung bei Anfragen – sowohl von bestehenden Mitarbeitern, als auch von potenziellen Mitarbeitern auf der Unternehmenswebsite.  So können Mitarbeiter bspw. Adressänderungen mitteilen, ohne auf eine Antwort der Personalabteilung warten zu müssen. Es ist sogar vorstellbar, mithilfe eines kurzen Anrufes, dem Chatbot seine Adresse mitzuteilen, die dieser dann erfasst und im System hinterlegt. Eine weitere Möglichkeit ist es, den Chatbot auf der Unternehmensseite einzusetzen. So können Bewerber 24h Fragen stellen oder Termine vereinbaren ohne jegliche Wartezeit. Laut Expertenmeinungen wird dieses System auch schon mehrfach genutzt.

Vorteile liegen vor allem in der Zeitersparnis. Sowohl Nutzer als auch das HR Management profitieren von schnellen Antworten, Informationen und weniger Aufwand. Mitarbeiter müssen sich keine Warteschleifen anhören, genießen schnelle Rückmeldungen und können ihre Anfragen 24/7 stellen. So kann ebenfalls ein besseres Image gepflegt werden, da keine Anfragen lange auf Rückmeldung warten müssen oder vergessen werden könnten. Die HR Mitarbeiter haben mehr Zeit sich um persönliche Dinge zu kümmern, da der Pflegeaufwand der Verwaltungsdaten gegen Null strebt. Vor allem dieser Vorteil, aber auch der Folgende hat die Experten dazu bewegt den Chatbot auf die TOP 4 zu wählen. Durch den Chatbot können zu jeder Zeit alle Daten aktualisiert werden. Beispielsweise können Krankmeldungen direkt im Dienstplan berücksichtigt werden, auch wenn das Büro nicht besetzt ist. So kann effizienter und mit einer genaueren Planung in den Tag gestartet werden. Es muss nicht länger darauf gewartet werden, dass der HR Mitarbeiter seine E-Mails bearbeitet.

In zehn Jahren sehen unsere Experten diese Innovation ebenfalls als Standard in jedem Unternehmen an, da er bereits von einigen Firmen wie bei Lidl im „Employee-Sales-Service“ genutzt wird. Ein möglicher Anbieter für den Chatbot ist der Haufe HR-Assistent.  

Der Chatbot ist jedoch nicht nur im Bereich Service Center oder zum ersten Kontakt mit Externen einzusetzen, es ergeben sich viele mögliche weitere Themenfelder, wie bspw. das Recruiting, die Personalentwicklung, der Einsatz beim Onboarding oder vieles mehr.

Quellen:

Mitarbeiter App: Unternehmenskommunikation neu gedacht, nämlich mit App

Terminkalender, Zeiterfassung, Reisekosten, Dateiablagen, Kommunikations- und Informationsplattformen. Das sind alles Funktionen, die uns täglich bei der Arbeit begleiten, doch dafür müssen die Mitarbeiter sich im Büro befinden und den Geschäfts-PC nutzen. Sich schnell mal über die neuen Updates im Unternehmen informieren oder die Arbeitsstunden überprüfen ist nicht so einfach. Vor allem, wenn der Mitarbeiter gerade unterwegs ist.

Was aber jeder parat hat, ist das Smartphone. Wäre es dann nicht hilfreich, alle Funktionen aus dem geschäftlichen Leben einfach abrufbar auf dem Smartphone zu haben? Genau das ist möglich mit einer Mitarbeiter-App. Darüber haben Mitarbeiter die Möglichkeit, auf das Intranet zuzugreifen, Meetings zu planen, zu chatten, Dateien und Informationen abzurufen und administrative Aufgaben rund um die Arbeit schnell und unkompliziert über das Smartphone zu erledigen. Vor allem in Zeiten der Corona-Krise, in dem Home Office ein Dauerzustand ist, vereinfacht das die Kommunikation und Informationsweitergabe. Dabei helfen die verschiedenen Kommunikations-Tools wie der Chatbot mit KI oder die Implementierung bereits bekannter Tools wie Zoom oder Microsoft Teams. Die Personalabteilung wird entlastet und die Mitarbeiter erhalten eine schnellere Auskunft rund um das Thema Personalmanagement.

Außerdem bietet es ein All-in-one-Paket mit allen Personal-Systemen zur Zeiterfassung, Urlaubsplanung, Kosten- und Gehaltsabrechnungen und Abwesenheitseintragung. Dieser Aspekt kommt nicht nur dem Mitarbeiter zugute, sondern bietet dem Unternehmen auch eine Standardisierung der HR-Prozesse. Durch die Automatisierung dieser Routineaufgaben spart das Unternehmen an Kosten und Zeit. Der größte Mehrwert für beide Parteien liegt in der orts- und zeitunabhängigen Kommunikation. Die Mitarbeiter-App hilft als Plattform bei der Informations-verbreitung und Kontaktaufnahme mit Mitarbeitern. Damit ist auch ein verbessertes Mitarbeiter Branding sowie eine Unterstützung im Change-Management verbunden.

Diese Vorteile erkennen auch die befragten Experten aus dem Personalbereich verschiedener Unternehmen und Institutionen. Im Ranking befindet sich deshalb die Innovation auf Platz 5 der Top 9 HR-Innovationen.

Diese Art der Digitalisierung der administrativen HR-Prozesse wird in 10 Jahren den Experten zufolge zum Standard. Bedenklich ist dabei allerdings die Nutzungsbereitschaft der Mitarbeiter. Vor allem ältere Generationen werden weniger Akzeptanz für das neue System zeigen und Schulungen werden nötig sein.

Bereits heute gibt es einige Anbieter von Mitarbeiter-Apps wie Valido oder Appdialog, doch der Anteil der Unternehmen, die über eine Mitarbeiter-App verfügen ist noch sehr gering. Dabei gibt es wenig zu verlieren und viel zu gewinnen für Mitarbeiter und Unternehmen.

Quellen:

Administrative Aufgaben: KI lässt mehr Zeit für Konzentration auf Individuen

Einfache administrative Tätigkeiten wie Zeiten und Urlaube der Mitarbeiter zu erfassen kosten viel Zeit. Zeit, die für andere Aufgaben oft fehlt. Dabei werden für diese Tätigkeiten wenig Knowhow und Verständnis erfordert.

Um den Aufwand künftig zu schmälern und mehr Zeit zu generieren, wäre eine Lösung mit KI (Künstlicher Intelligenz) und RPA (Robotic Process Automation) denkbar. Es sind Technologien, die bereits vordefinierte und stark standardisierte Prozessabläufe für die Mitarbeiter erledigen können. Die oft langweiligen, nicht fordernden Routinetätigkeiten würden somit für den HR Mitarbeiter komplett entfallen. Er müsste ausschließlich reagieren, wenn der Roboter auf eine Ausnahme trifft, die ihm unbekannt ist und er menschliche Hilfe benötigt.

Beispiele von einfachen Routinetätigkeiten wären das Befüllen und Versenden von Formularen, die Überprüfung und Erfassung von Daten in Zeit- und Urlaubskonten, das Erstellen von Personaleinsatzplänen, oder der Prüfprozess von Bewerbungsunterlagen. All diese Tätigkeiten können zuvor anhand festgelegter Kriterien für den Roboter definiert werden und im Nachgang von ihm selbstständig erledigt werden.

Neben diesen Aufgaben können auch im Umfeld der Compliance einfachere Lösungen geschaffen werden. Das Thema Vergütung ist bereits in vielen Unternehmen an externe Dienstleister ausgelagert, weshalb sensible Gehaltsdaten verschickt werden müssen. Durch das Verschicken der Gehaltsdaten entsteht trotz Schutzmaßnahmen das Risiko, dass die Daten veruntreut werden könnten. Um ebenfalls Fehler durch mehrfache Übertragungen zu vermeiden, können KI und RPA in diesem Bereich gut genutzt werden. Sensible Daten müssen nicht mehr außer Haus verschickt werden.

Der große Vorteil, den diese Innovation bietet, ist eine Entlastung der Personal Mitarbeiter, die sich durch den Wegfall von viel Bürokratie mehr um beispielsweise die Entwicklung von Mitarbeitern kümmern können. Mehr Kümmern bedeutet in diesem Fall, dass Sie sich mehr Zeit für persönliche Dinge nehmen und so viele Probleme früher erkannt und gelöst werden können. Dadurch kann die Mitarbeiterzufriedenheit gesteigert werden. Nicht vergessen darf man hier auch den Kosten- und Aufwandsvorteil, den die Innovation bietet. Dies spiegeln auch die Expertenmeinungen wider. Durch die Vorteile wird diese Innovation in 10 Jahren vermutlich in einigen Unternehmen zum Standard gehören. Jedoch äußerten die Experten auch Kritik zu der Kostenfrage – je nach Entwicklung wird es vorerst lediglich eine Lösung für größere Unternehmen sein.

Quellen:

VR & AR im Personalbereich: Das Kennenlernen der realen Welt in der digitalen Welt

Wer kennt es nicht – der erste Arbeitstag in einem neuen Unternehmen. Sie sind gespannt, aufgeregt und rätseln, was Sie bei dem neuen Arbeitsplatz erwartet. Zu der vorhandenen Aufregung kommen nun auch noch neue Gesichter, welche Sie sich am besten schon mit dazugehörigem Namen merken müssen. Eine neue unvertraute Umgebung und an jeder Ecke neuer Input, der nur darauf wartet auf Sie einzuprasseln.

Wie wäre es, wenn Sie diese und andere Situation im Arbeitsleben zukünftig für bestehende und neuen Mitarbeitern mit Hilfe von Mixed Reality einfacher machen könnten?  Von Mixed Reality spricht man, wenn Virtual Reality und Augmented Reality eingesetzt werden. Ein potenzieller Einsatzbereich wäre das Onboarding.

 Augmented Reality verwendet dabei Brillen, die sich kaum von handelsüblichen Brillen unterscheiden. Diese können die Realität um virtuelle Animationen erweitern und digitale Elemente in das Hier und Jetzt einblenden. Was heißt das nun konkret? Neue Mitarbeiter laufen bspw. mit einer AR-Brille durch das Unternehmen und bei jedem Mitarbeiter wird sein oder ihr Name, sowie die Position oder Funktion im Unternehmen virtuell eingeblendet. Zusätzlich können wichtige Bereiche kurz und knackig per interaktiver Projektion vorgestellt und erklärt werden. Das Beste, wenn es zu schnell geht, müssen unerfahrene oder neue Mitarbeiter keine unangenehmen Fragen stellen, sondern gehen einfach in den entsprechenden Bereich zurück und lassen sich die Informationen erneut einblenden. Somit ist es möglich den Informationsfluss der Lerngeschwindigkeit gut anzupassen.

Müssen Bereiche oder Prozesse erklärt werden, die mit AR nicht unterstützt werden können, kann bequem auf Virtual Reality zurückgegriffen werden. Hier tauchen die Mitarbeiter mit Hilfe einer etwas größeren VR-Brille in komplett virtuell dargestellte Welten ein. Zum Beispiel können Produktionsprozesse veranschaulicht erklärt und erkundet werden. Es ist dennoch zu beachten, dass neben den Anschaffungskosten die digitale, interaktive Welt erst „erschaffen“ werden muss. Diese kann beliebig oft angeschaut werden. Dabei ist es möglich das Tempo durch zurückspulen/-gehen oder veränderte Geschwindigkeit anzupassen.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit von Virtual Reality: Unternehmen können sich VR auch auf Berufs- oder Bildungsmessen zu Nutze machen. Es ist möglich Ihr Unternehmen von außen und innen abzubilden, sowie Produkte darzustellen. Unentschlossene können also eine VR-Brille aufsetzen und eine virtuelle Reise durch das Unternehmen beginnen. Ebenso können Prozesse abgebildet und interaktiv ausprobiert werden – so kann der Träger einer Brille beispielsweise einen Motor zusammensetzen oder andere Produktionsschritte durchführen. Ein Vorteil dabei ist, es müssen keine Livemodelle ausgestellt oder gar auf Messen mitgenommen werden. Der VR-Brillenträger kann sich ausprobieren, ohne etwas kaputt zu machen und herausfinden, ob er zum Unternehmen und zum Beruf passt.

Dieses Prinzip ist auch auf bereits angestellte Mitarbeiter für Schulungen und Workshops übertragbar. Der Mitarbeiter begibt sich in eine virtuelle Welt, in der spezifische Trainingsszenarien aufgebaut werden können, die der Realität entsprechen. Zeit-, orts- und personenunabhängig lernen Mitarbeiter neue Prozesse, Regelungen und Verhaltensweisen aus realen Situationen wesentlich besser durch interaktive Bedienung. Das Unternehmen benötigt nur die VR-Ausrüstung sowie eine Anpassung des Schulungsmaterials und spart damit Personalkosten und erzielt ein besseres Endergebnis.

AR/VR bietet aber nicht nur den Mitarbeitern einige Vorteile. Auch das Unternehmen spart nach einer einmaligen Investition der Brillen und Aufspielen des Programmes langfristig Zeit und Geld. Warum? Ganz einfach – es müssen keine Mitarbeiter aus ihrem Arbeitsalltag und laufenden Prozessen herausgezogen werden, um neuem Personal zu erklären, was die jeweiligen Abteilungen machen. Bei Schulungen kann sichergestellt werden, dass alle Mitarbeiter unabhängig von Dozenten die gleichen Botschaften übermittelt bekommen. Sie als Unternehmen können in vielen Situationen bequem auf die bereitliegenden Brillen zurückgreifen, die einen Großteil an Aufgaben übernehmen können. 

Zudem dient die Nutzung von AR und VR indirekt dem Personal Marketing. Wer möchte nicht bei einem Unternehmen arbeiten, welches mit der Zeit geht, für neue Innovationen offen ist und diese sogar einsetzt? Denn in den nächsten Jahren wird diese Technologie immer weiter ausgereift sein und immer relevanter für den Firmenalltag werden. 

Der Trend hin zu Mixed Reality geht jedoch nur langsam voran und gerade das Thema Personalentwicklung und Recruiting wollen viele Firmen noch persönlich begleiten. Deshalb sehen unsere Experten zwar in 10 Jahren eine gute Einbindung von Mixed Reality in personalspezifische Prozesse, heutzutage hat es jedoch noch keine große Relevanz. Insgesamt landen deshalb diese Innovationen bei den Experten auf Platz 7. Sie bieten einen klaren Mehrwert für das Unternehmen und seine Mitarbeiter. Im Laufe der Zeit kann sich die Technologie noch weiterentwickeln, weshalb sie nicht unterschätzt und missachtet werden darf.

Quellen:

Produktbewertungen: Kunden vertrauen Kunden


Zusammenfassung: Verbraucher treffen ihre Kaufentscheidung auf Basis von Produktbewertungen –  nicht nur beim Online-Einkauf sondern auch im stationären Handel. Sie starten ihre Recherche nach Produktbewertungen vorrangig auf Amazon und Google. Besonders hilfreich bei Produktbewertungen finden die Verbraucher die verständliche Information des Sterne-Ratings.
Wie häufig die Produktbewertungen verwendet werden hängt einerseits von der Einstellung der Kunden ab. Kunden, die Produktbewertungen vertrauen, nutzen sie häufiger. Anderseits ist die Nutzung abhängig von den Eigenschaften der Warengruppe. Bei funktionalen Produkten, wie Elektronik, werden die Rezensionen häufiger verwendet als bei emotionalen Produkten, wie Bekleidung.Trotz der starken Nutzung machen sich nur sehr wenige Verbraucher selbst die Mühe, Produktbewertungen zu schreiben.

Produktbewertungen werden in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen, da insbesondere die jüngere Generation affin ist. Jeder vierte Verbraucher fände es zudem nützlich, Produktbewertungen im stationären Handel bereitzustellen.


Verbraucher treffen ihre Kaufentscheidung auf Basis von Produktbewertungen, sowohl online als auch stationär

Nutzen von Produktbewertungen beim online-Einkauf

Nutzen von Produktbewertungen beim online-Einkauf

Drei von vier Befragte nutzen Produktbewertungen beim online-Einkauf. 75% der Befragten nutzen Produktbewertungen beim Online-Einkauf mehr als einmal pro Monat. 22% davon geben sogar an, Produktbewertungen vor jeder Online-Kaufentscheidung in Betracht zu ziehen. Die Nutzer sind insbesondere die bis-35-jährigen mit 81%. Sie liegen damit 22 Prozentpunkte vor den ab-35-jährigen.

Nutzung von Produktbewertungen beim stationären Einkauf

Nutzung von Produktbewertungen beim stationären Einkauf

Jeder zweite Befragte nutzt Produktbewertungen beim stationären Einkauf. Dass Produktbewertungen beim Online-Einkauf verwendet werden, ist nicht überraschend. Spannend ist aber, dass die Bewertungen ebenfalls beim stationären Einkauf zum Einsatz kommen. 51% der Befragten nutzen die Bewertungen, um sich über ein Produkt online zu informieren, bevor sie es in einem Geschäft kaufen. Interessant ist auch, dass es hier kaum Unterschiede zwischen den betrachteten Altersgruppen gibt. Mit 53% liegen die bis-35-jährigen nur 10 Prozentpunkte vor den ab-35-jährigen.

Omni-Channel hat das Kaufverhalten der Kunden verändert und wird für Händler und Hersteller zur Pflicht. Egal ob der Händler oder Hersteller sein Produkt selbst online vertreibt, der Kunde kommt informiert zu seinem stationären Einkauf.

Verbraucher starten ihre Recherche nach Produktbewertungen vorrangig auf Amazon und Google

Portale zur Produktrecherche

Portale zur Produktrecherche

Drei von vier Befragten nutzen Amazon und Google für die Produktrecherche. Amazon wird mit 79% etwas häufiger von den Befragten für die Recherche nach Produkten verwendet als Google mit 76%. Besonders deutlich ist der Amazon-Vorsprung bei den bis-35-jährigen. Amazon wird von 88% der Millennials genutzt, Google von 74%. Alleine durch die demographische Entwicklung wird also die Bedeutung von Amazon bei der Produktrecherche weiter zunehmen.

Fachforen und Blogs werden bei spezifischem Informationsbedarf genutzt. Auf Fachforen und Blogs tauschen sich Profis und interessierte Nutzer zu Produkten aus, zumeist mit detaillierten Informationen. Hier recherchieren insgesamt 19% bzw. 13% der Befragten nach Produkten – deutlich weniger also als bei den großen Playern.

Be in control of Amazon! Auch wenn ein Händler ein Produkt nicht selbst auf dem größten Marktplatz anbietet, kann ein Wettbewerber ein vergleichbares Produkt anbieten und Kunden können dies bewerten. Aufgrund der starken Nutzung ist es entscheidend, die Bewertungen zu kennen.

Verbraucher nutzen unterschiedliche Elemente von Produktbewertungen, das Sterne-Rating ist am beliebtesten

Elemente der Produktbewertung

Elemente der Produktbewertungen

Die direkte Information des Sterne-Ratings ist der Favorit der Befragten. 44% der Befragten erachten das Sterne-Rating als besonders hilfreich bei Produktbewertungen. Diese Information ist für den Verbraucher sofort begreifbar und verständlich. Insbesondere bei den bis-35-jährigen schätzen 46% der Befragten die einfache Darstellung im Vergleich zu 36% der ab-35-jährigen.

Dennoch bevorzugen mehr als die Hälfte der Befragten ausführlichere Produktbewertungen. Diese Elemente sind mit mehr kognitivem Aufwand verbunden. 29% favorisieren das Lesen der eigentlichen Produktbewertung. Gegenüberstellungen von nützlichster positiver und negativer Bewertung stehen für 15% der Befragten auf dem ersten Platz, wobei diese häufiger von Männern mit 17% als von Frauen mit 13% genannt werden. Kundenfragen und –antworten wurden bei den großen Plattformen wie Amazon oder eBay erst im vorigen Jahr eingeführt und sind daher noch recht unbekannt. Dennoch werden sie bereits von 12% der Befragten, als hilfreichstes Element von Produktbewertungen, genannt.

Wer alle Elemente von Produktbewertungen anbietet, stellt sich ideal auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Zielgruppen ein.

Verbraucher, die Produktbewertungen vertrauen, nutzen sie häufiger

Glaubwürdigkeit von Produktbewertungen

Glaubwürdigkeit von Produktbewertungen

Berichte über gefälschte Produktbewertungen haben Spuren hinterlassen. 19% der Befragten sind skeptisch, wenn es um die Glaubwürdigkeit der Rezensionen geht und stufen die Glaubwürdigkeit als gering oder sehr gering ein. Weitere 36% stehen den Bewertungen neutral gegenüber. Immerhin 45% der Befragten beurteilen die Glaubwürdigkeit von Produktbewertungen als hoch oder sehr hoch. Die jüngere Generation schenkt den Bewertungen mehr Vertrauen. Während mit 51% jeder Zweite der bis-35-jährigen Produktbewertungen vertraut, ist es mit 34% nur jeder Dritte der ab-35-jährigen.

Das Vertrauen wirkt sich auf die Nutzung von Produktbewertungen aus. Je größer das Vertrauen in Produktbewertungen, desto häufiger werden sie genutzt. Dies gilt für stationäre ebenso wie für online Kaufentscheidungen. Vergleicht man die Gruppe, die Produktbewertungen als glaubwürdig empfindet, die sog. Vertrauer, mit der Gruppe, die die Glaubwürdigkeit von Produktbewertungen als gering einstuft, die sog. Skeptiker, fällt auf, dass überwältigende 89% der Vertrauer Produktbewertungen nutzen. Bei den Skeptikern sind es im Vergleich nur 44%.

Je glaubwürdiger die Produktbewertungen, umso häufiger werden sie genutzt und – wie andere Studien gezeigt haben – desto höher ist die Konversionsrate. Folglich sollten gefälschte Rezensionen bekämpft werden.

Bei funktionalen Produkten werden Produktbewertungen häufiger genutzt

Relevanz nach Produktgruppen

Relevanz nach Produktgruppen

Produktbewertungen sind besonders bedeutend bei funktionalen Produkten. Funktionale Produkte, wie Elektronikartikel und Haushaltwaren, sind anhand ihrer Ausstattungsmerkmale vergleichbar. Produktbewertungen können daher objektiv herangezogen werden. So werden Elektronikartikel auf Basis von Produktbewertungen gekauft. Für 89% der Befragten sind Produktbewertungen bei Elektronikartikeln wichtig. Männliche Befragte sehen hier eine besonders hohe Relevanz mit 95%.

Emotionale Produkte werden eher über das Image als über Bewertungen verkauft. Bei emotionalen Produkten, wie Bekleidung und Schuhen, steht die objektive Bewertung eher im Hintergrund. Wichtiger ist das subjektive Image. Bei einer neuen Handtasche ist es beispielsweise wichtiger, wie sie aussieht oder wer sie trägt. Daher ist bei den emotionalen Produkten eher die Präsenz in den sozialen Medien von Bedeutung.

Nur wenige machen sich die Mühe, Produktbewertungen zu schreiben

Schreiben von Produktbewertungen

Schreiben von Produktbewertungen

Lediglich 4,4% aller Teilnehmer schreiben mehrere Produktbewertungen im Monat. Weitere 12% werden ungefähr einmal monatlich aktiv. Damit schreiben insgesamt 16,4% der Verbraucher regelmäßig Produktbewertungen. Es fällt auf, dass die Schreiber eher männlich und über 35 Jahre sind. Interessant ist, dass die bis-35-jährigen häufiger Produktbewertungen nutzen. Die ab-35-jährigen verfassen prozentual häufiger Produktbewertungen.

Die Idee, Produktbewertungen im stationären Handel bereitzustellen, finden die Verbraucher nützlich

Nutzung von Produktbewertungen im Geschäft

Nutzung von Produktbewertungen im Geschäft

28% der Befragten finden es nützlich, im Geschäft eine Übersicht der Online-Produktbewertungen zu erhalten. Eine solche Übersicht könnte beispielsweise am Etikett angebracht sein. Mit 39% sind es insbesondere die ab-35-jährigen, die die zusätzliche Information nützlich finden. Da die bis-35-jährigen vermehrt Smartphones einsetzt und nutzt, haben sie ohnehin einen direkten Zugang zu ergänzenden Informationen.

Die Bedeutung von Produktbewertungen wird in den kommenden Jahren stark zunehmen, da insbesondere die jüngere Generation affin ist

Die jüngere Generation steht Produktbewertungen deutlich positiver gegenüber. Die bis-35-jährigen nutzen die Rezensionen häufiger – sowohl online als auch stationär. Zudem messen sie den Bewertungen eine höhere Glaubwürdigkeit zu. Betrachtet man die Befragten, die Produktbewertungen weder beim Online-Einkauf noch beim stationären Einkauf nutzten, handelt es sich typischerweise um ältere Verbraucher, die wenig online bestellen. Diese Gruppe umfasst 17% der Befragten. Es fehlt die Übung beim Online-Kauf und damit der Umgang mit Produktbewertungen. Mit der demographischen Veränderung wird sich diese Gruppe in den kommenden Jahren verkleinern und die Bedeutung von Produktbewertungen wird stark zunehmen.

 

Über die Studie

Insgesamt wurden 460 Teilnehmer befragt im Zeitraum Oktober – November 2017, per Online- und Feldbefragung. Die Umfrage wurde von Studierenden des Kurses HD16A12 der DHBW Heilbronn im Rahmen der Vorlesung ‚Marktforschung‘ durchgeführt. Prof. Dr. Daniela Wiehenbrauk und Prof. Dr. Anke Hutzschenreuter haben die Umfrage konzipiert und ausgewertet.

Demographische Informationen

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Kurs HD16A12

Danke an die Studierenden des Kurses HD16A12 für die Durchführung der Umfrage und die hypothesenbasierte Auswertung!

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