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Wirtschaftswachstum

Wirtschaftswachstum in Deutschland: Was braucht es dafür?

Es ist viel die Rede von der deutschen Wachstumsschwäche. Manchmal ist es deshalb hilfreich, die Diskussion wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen. Häufig wird Wirtschaftswachstum, definiert als Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP), mit einem Konjunkturaufschwung gleichgesetzt. Ein Konjunkturaufschwung kommt zustande, wenn bestehende Produktionskapazitäten durch eine Zunahme der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage stärker ausgelastet werden. Zusätzliche Staatsausgaben

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Foto Private Labels

Siegeszug der Private Labels: Handelsmarken auch 2025 auf Wachstumskurs

Laut Statistischem Bundesamt ist der deutsche Einzelhandel 2025 um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Preisbereinigt beträgt das Plus immerhin noch 2,7 Prozent. Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) legt zwar nominal ähnlich stark zu (+3,4%), preisbereinigt wird jedoch nur ein Wachstum von 1,1 Prozent erreicht. [1] Ein Blick in die Daten des Shopper Panels von YouGov liefert

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Die Qualitative Inhaltsanalyse

Eine Orientierungshilfe für die Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten   Viele Studierende nutzen für die Erstellung ihrer wissenschaftlichen Arbeiten Interviews als Methode zur Datenerhebung. Im dritten Teil dieser Serie wird explizit herausgearbeitet, was bei der Planung und Durchführung von (Experten-) Interviews zu beachten ist (Link). In diesem vierten Teil widmen wir uns nun der Auswertung der erhobenen

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Feuerwerk im Lebensmitteleinzelhandel 2025: Sortiment, Preisrange und was die Prospekte wirklich zeigen

Der Feuerwerksverkauf im Lebensmitteleinzelhandel folgt in Deutschland einem sehr engen Zeitfenster – und genau das macht ihn aus Handelssicht so spannend: wenige Verkaufstage, hohe Nachfrage, starke Aktionslogik, gleichzeitig aber auch wachsende Sensibilitäten rund um Lärm, Feinstaub und lokale Verbotszonen. Für den Jahreswechsel 2025/2026 lag der Fokus im LEH (wie üblich) auf Kategorie F2 – mit

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Weihnachtsstudie V4 1

Weihnachten beginnt früher, als viele Händler denken: Empirische Befunde zum Such- und Klickverhalten deutscher Konsument:innen

Aktuelle Daten der Weihnachtsstudie von kaufDa mit der DHBW Heilbronn legen nahe, dass das Weihnachtsgeschäft 2025 weniger einem Last-Minute-Phänomen entspricht, als einer mehrwöchigen, kategorial differenzierten Konsument:innenreise. Besonders interessant: Der soziale und kulinarische Charakter des Festes tritt deutlich stärker hervor als gängige Handelsnarrative und Erfahrungen vermuten lassen. Untersucht wurden die täglichen Klicks auf der kaufDa-Plattform. Die

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Cover Bild mit Hintergrund

Smart Store 24/7 – Tankstellenmarkt sucht nach der richtigen Lösung

Neben vielen anderen Branchen (LEH, Metzger, Travel Retail, etc.) will auch der Tankstellenmarkt die Innovationen im Smart Store 24/7-Segment nutzen, um das Shopgeschäft in unbemannten Tankstellen auf ‚neue Beine‘ zu stellen. Dabei werden alle Technologien, die von Smart Store 24/7 bekannt sind, in mindestens 24 Tests in Deutschland getestet (siehe Abbildung). Es geht zum einen

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Bild Tumisu auf pixabay

Small Talk in E-Mail-Verhandlungen: Wie das kalte Medium „E-Mail“ zwischenmenschlich attraktiv wird

Zwischen Misstrauen und Kooperation, zwischen Stillstand und Einigung. Verhandlungen per E-Mail gehören längst zum geschäftlichen Alltag. Sie sind effizient, zeitsparend und dokumentierbar, aber sie haben einen entscheidenden Nachteil. Sie sind unpersönlich. Wo in klassischen Gesprächen durch Tonfall, Mimik und Gestik Vertrauen erzeugt wird, bleibt im digitalen Schriftverkehr nur das geschriebene Wort. Studien zeigen, dass genau

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Bild Waage

Anmerkungen zum Gutachten der Monopolkommission „Wettbewerb in der Lebensmittellieferkette“

Die Versorgung mit Lebensmitteln sowie deren Preise sind gesellschaftlich und politisch hoch sensible Themen, berühren sie doch ein fundamentales Bedürfnis der Menschen. Brotknappheit und die daraus resultierenden Preissteigerungen gelten beispielsweise als Auslöser der Französischen Revolution. Mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine 2022 sind die Lebensmittelpreise hierzulande kräftig angestiegen. Laut Statistischem Bundesamt lag die Inflationsrate

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Titelbild neu

Ist der Bio-Markt ‚Back on Track‘? Ja!

Die Folgen des Ukraine-Konfliktes waren ein Rückschlag für den Bio-Markt. In 2022 reduzierte sich der Bio-Umsatz erstmalig (Ausnahme 2009 Weltwirtschaftskrise) um -3,5%. 2023 und 2024 konnte sich der Umsatz erholen, allerdings im Wesentlichen nur auf dem Niveau der Gesamtumsatzentwicklung im LEH. 2025 zeichnet sich ein deutlich höheres Umsatzwachstum ab, so dass die Umsatz-Entwicklung bei +10%

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Rewe App

REWE App: Der unterschätzte Schmerz des Verpassens

Wer kennt das nicht: Nach dem Einkauf zeigt die Händler-App an, welche Rabatte man hätte bekommen können – wenn man den digitalen Coupon aktiviert hätte. Bei meinem Einkauf waren es 0,40 €, angezeigt auf dem gedruckten Bon. Die App wurde ja nicht verwendet. Dieser Moment ist mehr als nur ein kleiner Frust. Er trifft einen

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edeka

Wieso erhöht AB InBev wohl die Preise – gerechtfertigt oder überzogen?

Konkreter Anlass:Laut Edeka fordert AB InBev aktuell eine „drastische Preiserhöhung“ im Millionenbereich für Marken wie Beck’s, Franziskaner, Corona, Löwenbräu, Hasseröder, San Miguel etc. Edeka argumentiert, diese Höhe sei nicht durch gestiegene Produktionskosten gedeckt. Allgemeiner Kontext bei AB InBev: AB InBev setzt seine Wachstumsstrategie seit Jahren stark über Price/Mix um: also weniger Volumenwachstum, dafür höhere Durchschnittspreise

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10.11.25

Erste Angebote in Verhandlungen: Neue Meta-Analyse bietet fundierte Einblicke in Chancen und Gefahren

Soll ich in einer Verhandlung selbst das 1. Angebot machen oder überlasse ich das besser der Gegenseite? In Verhandlungsratgebern findet man zu dieser Frage ganz unterschiedliche Empfehlungen. Woran liegt das? Zwei Erklärungsansätze sind naheliegend: Erklärung 1: Die eine Strategie oder Taktik, die stets zum besten Verhandlungsergebnis führt, existiert schlichtweg nicht. Insofern sollten pauschale Ratschläge wie

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03.11

Preissetzung von Tankstellen: Staatliche Regulierungsversuche und Auswirkungen auf den Lebensmittelhandel

Dynamic Pricing oder dynamische Preisgestaltung bezeichnet die flexible und häufige Preisanpassung durch Anbieter als Reaktion auf eine veränderte Nachfrage oder ein verändertes Wettbewerbsumfeld. Tankstellen gelten hier als Vorreiter. Laut Bundeskartellamt verändern sie im Mittel 22mal pro Tag die Preise. Zwischen dem Tageshöchstpreis und dem Tagestiefstpreis liegen nach Angaben des ADAC durchschnittlich 13 Cent. Vor diesem

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27.10.25

Soziale Medien als Konsummotor: Chancen, Risiken und Dynamiken viraler Trends

Die zunehmende Digitalisierung des Konsumverhaltens verändert nicht nur, was Menschen kaufen, sondern auch, wie sie Kaufentscheidungen treffen und Konsum interpretieren. Besonders Videoplattformen wie TikTok, Instagram Reels oder YouTube Shorts haben in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen, weil sie Emotionen, Nachahmungsimpulse und soziale Vergleichsmechanismen gleichzeitig sehr gut aktivieren. Bewegtbildformate erzeugen bekannterweise eine höhere kognitive

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Blog Oktober

Was der Wirtschaftsnobelpreis 2025 dem Handel lehrt

Innovation, Wettbewerb und kreative Zerstörung im digitalen Zeitalter Der Wirtschaftsnobelpreis 2025 ging an Joel Mokyr, Philippe Aghion und Peter Howitt – drei Ökonomen, die erforscht haben, wie technischer Fortschritt wirtschaftliches Wachstum antreibt. Ihre Arbeiten drehen sich um eine Frage, die auch den Handel gerade massiv beschäftigt:Wie entsteht Innovation – und was verhindert sie? Innovation braucht

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Sheglam 1

SHEGLAM bei dm

Der Fall SHEGLAM bei dm ist ein Paradebeispiel dafür, wie stark Image, Markenwerte und Sortimentspolitik im modernen Handel ineinandergreifen – und wie dünn die Linie zwischen Kundennachfrage und Markenidentität geworden ist. Strategischer Hintergrund Mit der Aufnahme der SHEGLAM-Produkte, einer Kosmetikmarke des umstrittenen Fast-Fashion-Riesen SHEIN, reagiert dm auf eine klare Nachfrage junger Zielgruppen: trendige, günstige Beautyprodukte

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Bild Gold

Das ultimative Zahlungsmittel

Die Welt scheint aus den Fugen zu geraten: Kriege in der Ukraine und in Nahost, die Welthandelsordnung außer Kraft, eine erratische US-Regierung, demokratische Regierungen in Europa unter wachsendem Druck von Populisten, Frankreich vor einer Staatsschuldenkrise, usw. – und an den Finanzmärkten ist nichts davon zu spüren. Die Aktienmärkte eilen von einem Rekordhoch zum nächsten. Der

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Media Markt vs. Discounter

MediaMarkt und die Eigenmarken-Lücke: Warum der Elektronikriese nicht wie Aldi & Lidl agiert

Wer bei Aldi oder Lidl einkauft, führt einen Einkaufswagen voller Eigenmarken durch die Kasse. Bei MediaMarkt hingegen sind es die großen Herstellermarken wie Samsung, Apple und Sony, die das Sortiment dominieren. Diese Diskrepanz ist kein Zufall, sondern das Ergebnis fundamental unterschiedlicher Geschäftsmodelle. In diesem Blogbeitrag gehen wir der Frage nach, warum der Eigenmarken-Anteil bei MediaMarkt

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Bild Apps

App-solute Kundenbindung im Handel – Heilsbringer oder Fass ohne Boden?

(Fast) jeder Händler hat ein Kundenbindungsprogramm. Zunehmend sind diese Programme App-basiert und ermöglichen somit eine zielgerichtete, flexible Kommunikation mit den Kund:innen. Die Vorteile der Nutzung von Kundendaten liegen v.a. in der personalisierten Ansprache. Somit können für den Kunden relevante Inhalte (z. B. personalisierte Coupons) direkt an den Kunden kommuniziert werden: Von der Massenkommunikation zur 1-to-1

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Bild Studiengebuehren

Äquivalenzprinzip und Studiengebühren: Ein paar Überlegungen

Staatliche Abgaben basieren auf zwei unterschiedlichen Grundprinzipien: Dem Leistungsfähigkeitsprinzip und dem Äquivalenzprinzip. Ersteres besagt in aller Kürze, dass jeder nach seiner wirtschaftlichen Fähigkeit zur Finanzierung staatlicher Aufgaben herangezogen werden soll. Wer ein hohes Einkommen (oder Vermögen) erzielt, soll stärker belastet werden als Menschen mit niedrigem Einkommen (oder Vermögen). Bestes Beispiel hierfür ist die progressiv gestaltete

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